„Wir können jeden schlagen“, gibt sich Trainer Andreas Löwe kämpferisch und zuversichtlich und meint damit den vierjährigen Sehrezad, der nach Platz drei vor zwölf Monaten in diesem Jahr den Sieg in der Großen Hessen-Meile-Fraport AG-Pokal anstrebt. Damit ginge dann eine beispiellose Serie von zweiten Plätzen in so genannten Stakes-Rennen von Pferden, die zum Teil wie die Löwen kämpften, endlich zu Ende.
Genau zehn Mal mussten die Verantwortlichenim Kölner Stall dies miterleben, wobei in der Hälfte der Fälle die Entscheidung denkbar knapp gegen die Löwe-Pferde ausgefallen war. Genug der zweiten Plätze, ein Sieg soll her.
Andreas Löwe nimmt kein Blatt vor dem Mund und kann zu Recht auf die aktuelle Form seines Hengstes verweisen, der in der laufenden Saison erst spät in die Ereignisse eingriff und in der Hamburger Meile eine sehr knappe und auch sehr unglückliche Niederlage hatte hinnehmen müssen.
Der Blick wird nach vorne gerichtet im Stall Löwe und man vertraut auf den Titus Livius-Sohn, der einst auf der selben Tattersalls Auktion erworben wurde, auf der auch ein gewisser Overdose einen neuen Eigner fand.
Vor zwölf Monaten blieb Forthe Millionkiss vor Sehrezad, ein Gegner, der kürzlich in Hamburg gute zwei Längen hinter ihm eingekommen war. Offenbar hat die Rückkehr auf die deutschen Bahnen dem Schützling von Uwe Ostmann gut getan, denn in den vorangegangenen Rennen in Frankreich, England und Schweden hatte er sich doch nicht leicht getan. Wobei er z. B. bei dem Auftritt in Schweden auf Sand antrat, mit dem er ganz offensichtlich nicht zurecht kam.
Nach dem Eindruck vom Horner Moor darf man den Hengst durchaus in der Entscheidung erwarten. Ehre für den Derby-Jahrgang will der von Andreas Wöhler in Gütersloh trainierte Querari als einziger Dreijähriger im achtköpfigen Feld einlegen.
Die beiden Auftritte in Gruppe-Rennen waren noch nicht das Gelbe vom Ei. Doch werden sich die Verantwortlichen schon einiges ausgerechnet haben, wenn sie den dritten Anlauf in einer derartigen Prüfung wagen, zumal der Hengst auch gewichtsmäßig am günstigsten steht. In Hamburg blieb der Fährhofer als Sechster nur unwesentlich von den Geldrängen geschlagen, so dass es kaum überraschen könnte, würde er am Sonntag eine wesentlich bessere Rolle als bislang in Gruppe-Rennen spielen.











