Der rennfreie Mittwoch macht es möglich, dass etliche deutsche Spitzenjockeys am Mittwoch, dem Schweizer Nationalfeiertag, auf der Anlage in Avenches in den Sattel steigen können. Sieben Prüfungen, angefangen mit den Arabern und abgeschlossen mit dem Rennen für die Dreijährigen, stehen auf dem Programm, das auch die Traber im Einsatz sieht.
Herausragend unter den Galopprennen ist natürlich der Grand Prix, der unter dem Patronat der Baupartner AG steht, eine Dotation von 30.000 Franken aufweist und über 2150 Meter führt. An der Spitze der Starterliste steht das Höchstgewicht Glavalcour, unbestritten der beste ältere Galopper der Schweiz und ein wahrer Werbeträger für den eidgenössischen Rennsport.
61 kg hat der siebenjährige Glaieul-Sohn zu tragen, für den Trainer Kurt Schafflützel wie gewohnt den Franzosen Olivier Placais einfliegen lässt. Ein Spaziergang dürfte es trotz seiner zahlreichen Erfolge zum Abschluss des Sommer-Meetings nicht werden, denn die Konkurrenz kann sich sehen lassen. Wie im Vorjahr kommt es zum Vergleich zwischen den Älteren und den Dreijährigen.
Damals hatte sich mit Majofils der Derbysieger von 2006 gegen Glavalcour versucht, als Vierter aber klar das Nachsehe gehabt, während in diesem Jahr Pont des Arts und Best of Thurgau den Kampf gegen den Vorjahressieger aufnehmen. Aus dem westfälischen Lengerich wird der von Dr. Andreas Bolte trainierte Chiron aufgeboten, der unter Andreas Boschert (Foto) sowohl sein Jahres- als auch sein Schweiz-Debut gibt.
Der Hengst hat seine Qualitäten als Reisepferd in der Vergangenheit bereits mehrfach unter Beweis gestellt und sich so manchen Euro verdient. Er ist nicht das einzige deutsche Pferd im Feld, denn auch der Iffezheimer Markus Klug hat seine Polyanta unter Andreas Göritz in das Rennen geschickt.
In Deutschland reitende Jockeys sind Adrie de Vries, der im Sattel von Majofils (Trainer Miro Weiss), sitzt, während dessen Trainingsgefährte Romanoff unter Eduardo Pedroza antritt und der nur noch einen Zähler hinter dem in der Jockey-Statistik führenden Andreas Helfenbein an zweiter Position liegende Andrasch Starke (64 Siege) von Trainerin Carmen Bocskai für Best of Thurgau verpflichtet wurde. Der Fuchshengst befindet sich im Besitz von Paul Zöllig, der auch Glavalcour sein Eigen nennt.
Interessant wird sein zu sehen, wie sich die bereits achtjährige Soul of Magic, 2006 Zweite zu Glavalcour, in der neuerlichen Auflage zu ihrem damaligen Bezwinger hält. Um 15.000 Franken geht es im Grand Prix Sanitas Troesch, der die Dreijährigen anspricht.
Miro Weiss ist mit den Startern Montecatini (Eduardo Pedroza), Seneca Village (Adrie de Vries) und Midwin (Miguel Lopez) vertreten, während Andrasch Starke für Carmen Bocskai auf Le Ribot zum Einsatz kommt, dessen Trainingsgefährtin Andalouse unter Georg Bocskai antritt. Dreijährige sieht auch der Prix de la Fete Nationale am Ablauf. Hier kommen u. a. de Vries mit Song of Victory (Weiss) und Starke mit Sarafino (Bocskai) zum Einsatz.
Zweijährige treffen sich im Grand Prix Feldmann (10.000 Euro-1300 Meter). Mit von der Partie sind u. a. Tate Lagoon (Weiss-Pedroza), Indian Three (Bocskai-Bocskai) und Appassionata (Bocskai-Starke), während Andreas Göritz mit Lawerenz in einer Meilenprüfung seinen zweiten Ritt auf einem Klug-Pferd bestreitet.
Die Einleitung gehört den Arabern, die im Prix du Desert um 5.000 Franken kämpfen. Zu den fünf Startern zählt auch Ba’Khetaton aus dem Stall von Regine Weißmeier, die von Sohn Fabian Xaver Weißmeier geritten wird, während die Stallgefährtin Taoser unter Markus Kolb, der wieder einmal einen Abstecher in seine Schweizer Heimat unternimmt, antritt. Kolb kommt an alter Wirkungsstätte noch auf Calimera (Bocskai) und Vassilia (Karin Suter) zum Einsatz.











