Reichlich Stress haben zu Wochenbeginn die Jockeys Adrie de Vries und Andreas Helfenbein, denn nach dem Sonntagsrenntag in Hamburg und vor der Horner Veranstaltung am Dienstag müssen die beiden Jockeys nach Paris jetten, von wo aus es nach Chantilly geht, wo am Montag ein Renntag ansteht, bei dem sie in Grupperennen zum Einsatz kommen.
Nicht weniger als drei Gruppe-III-Rennen, und eine Gruppe-I-Prüfung für die arabischen Vollblüter stehen auf der Bahn am Schloss auf dem Programm. Und bei diesen kommen vier in Deutschland trainierte Pferde an den Start. Zwei davon, die beiden Dreijährigen Guiliani und High Duty treffen dabei im Prix Daphnis aufeinander, einer 1800-Meter-Prüfung für den Derbyjahrgang, die mit 80.000 Euro dotiert ist.
Acht Pferde kommen in dem Mitteldistanzrennen an den Start. Guiliani, der von Cristian Demuro geritten wird, tritt mit der Empfehlung eines Listensieges im Nachbarland an. High Duty (Adrie de Vries), der sich erstmals über eine derart weite Distanz versucht, war zuletzt Sechster im Prix du Palais-Royal (Gr.III) in Longchamp, damals ging es über 1400 Meter und gegen ältere Pferde.
Das höchste Rating im Feld besitzen der von Henri-Alex Pantall für Rupert Plersch trainierte Mr Pommeroy (Fabrice Veron) und der in dieser Saison bei vier Starts noch ungeschlagene Bodhi aus dem Stall von Jean-Francois Bernard. Mr Pommeroy, der bekanntlich auch noch eine Nennung für das Deutsche Derby besitzt, war beim letzten Start Sechster im Prix du Jockey Club.
Das Gegenstück zum Prix Daphnis ist der Prix Chloe für die dreijährigen Stuten. Hier kommt die noch ungeschlagene Görlsdorfer Listensiegerin Wunder an den Start, die unter Stalljockey Andreas Helfenbein auf neun Gegnerinnen trifft. Von diesen hat die Wertheimer-Stute Royalmania aus dem Quartier von Freddy Head die höchste Handicapeinschätzung.
Drei ihrer vier Rennen hat die Elusive Quality-Tochter gewinnen können, lediglich im Prix Marcel Boussac (Gr.I) am Arc-Wochenende war sie nur Vierte. Beim Saisondebüt im April gewann sie den Prix Finlande auf Listenebene, ließ dabei die spätere Zweite aus dem Prix de Diane, Amour a Papa, hinter sich.
Vierter deutsche Gruppestarter am Montag ist der von Michael Figge trainierte Cheik Bere, der den ebenfalls mit 80.000 Euro dotierten, über 1000 Meter führenden Prix du Bois bestreitet, in dem er auf neun Gegner trifft. Der Hold That Tiger-Sohn war der erste deutsche Zweijährigensieger der aktuellen Saison, als er im Mai in Lyon-Parilly eine 1000-Meter-Prüfung in guter Manier gewann.










