Zuletzt, nach seinem zweiten Platz zu Sereth im Dortmunder Listenrennen, war Trainer Dr. Andreas Bolte noch aufgebracht, da sein Caudillo dort zwar eine gute Leistung zeigte, aber kein gutes Rennen gehabt hatte. Am Donnerstag war die Laune des Lengerichers aber wesentlich besser, denn im Betty Barclay-Rennen siegte sein Schützling nach einem coolen Ritt von Jean-Pierre Carvalho ganz leicht.
Dabei hatte man unterwegs von dem Acatenango-Sohn (85:10) in der Gruppe III-Prüfung über 3200 Meter wenig gesehen. Noch an der 400 Meter-Marke lag Caudillo, für den es der erste Gruppe-Sieg war, auf einem der letzten Plätze. Vorne hatte von Beginn an der favorisierte Schlenderhaner Sereth das Kommando.
Doch 200 Meter vor dem Ziel änderte sich das Bild schlagartig. Plötzlich kam Sereth nicht mehr weiter und nun hatte längst auch Jean-Pierre Carvalho sein Pferd flott gemacht. Mit Schwung stieß Caudillo nach vorne, hatte schnell auch den stark laufenden Waldvogel im Griff.
Platz drei ging ganz an der Außenseite noch an Brisant, der wie Caudillo lange in hinteren Regionen gelegen hatte. Schon früh geschlagen war auch der stark beachtete Anton Chekhov, was auch für die englische Gaststute Swan Queen galt.
‚Er hatte in den letzten Rennen selten Glück gehabt, heute hat alles gepasst, er hatte einen Superrennverlauf, der Jockey hat super geritten. Wir haben ihn für den zehnfachen Einsatz nachgenannt, das hat sich gelohnt. Jetzt machen wir sicher auf Gruppe-Ebene weiter.
Für die Besitzer Brundhilde und Horst-Dieter Kuhlmann, die Caudillo auch gezogen haben, war es der größte Treffer in ihrer Besitzerkarriere.
‚Ich habe das Gefühl, dass er das Rennen noch gebraucht hat. Es war auch ein überpacetes Rennen, denn alle Pferde, die zunächst vorne waren, kamen am Ende zurück‘, so Waldemar Hickst über Anton Chekhov.











