Mario Hofers Parthenius durfte am Sonntag wegen einer vermeintlichen Lappalie nicht am Prix du Jockey Club teilnehmen. Viel Aufregung und Ärger nicht nur im Umfeld des Soldier Hollow-Sohnes aus dem Besitz von Franz Prinz zu Auersperg. GaloppOnline.de wollte von Rüdiger Schmanns vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen wissen, wie er das Vorgehen der Franzosen beurteilt (Zum Rennen).
„Paul Marie Gadot, ein Mann vergleichbar mit Dr. Uphaus von Direktorium, der für Zucht und Sicherheit verantwortlich ist, telefonierte mit mir so gegen 14.45 Uhr. Er meinte, das einzige was im Pferdepass von Parthenius stimmen würde, wäre die Chipnummer, die Abzeichen im Diagramm hätten nichts mit dem Pferd zu tun, das vor Ort wäre. Die Rennleitung wolle Parthenius vom Start im Französischen Derby ausschließen. Er fragte mich, ob ich sicher wäre, dass es sich um das richtige Pferd handelte. Klar konnte ich das aus der Ferne nicht beurteilen, aber bestätigte, dass ich sicher wäre, dass Mario Hofer das richtige Pferd auf die Reise geschickt hätte. Gadot versprach alles für uns zu tun, aber die Rennleitung wäre da sehr streng und penibel genau. Deswegen wunderte ich mich, als ich las, dass Parthenius noch gesattelt wurde“, so Rüdiger Schmanns gegenüber GaloppOnline.de.
„Das Diagramm wird im Fohlenalter erstellt und es kann u.a. durch Fohlenhaar passieren, dass gewisse Abzeichen übersehen oder nicht erkannt werden. Die Verantwortung liegt dann beim Trainer, das zu korrigieren. Auf der anderen Seite ist der Chip dazu da, dass das Pferd eindeutig identifiziert wird. Doch die Franzosen sind da recht genau und kleinlich, bei Kleinigkeiten, wie Mario richtig sagte, geben sie sich mit der späteren Korrektur zufrieden, aber bei Parthenius muss es gravierend gewesen sein. Gadot fragte mich, wie kann es sein, dass dieses Pferd bei euch viermal durch die Kontrolle gekommen ist. Nun wir kontrollieren eben nur den Chip, also auch wenn die Verantwortung beim Trainer liegt, wir müssen da besser aufpassen und uns an die eigene Nase fassen. Ich werde das mit Dr. Uphaus besprechen.“
Rüdiger Schmanns vermittelte ganz klar den Eindruck, dass es für Deutschland peinlich sei, dass ein Pferd hierzulande zweimal in Grupperennen startet, ohne dass es den Verantwortlichen auffällt, dass der Pferdepass nicht korrekt ausgestellt ist.











