Am Dienstag wurden im Londoner Dorchester Hotel die alljährlichen Cartier Awards verliehen. Unter den fünf Nominierten Galoppern zum „Pferd des Jahres“ befand sich mit „King George“-Triumphator Novellist auch ein deutsches Pferd. Doch der Sieg ging nicht an den nach Japan verkauften Monsun-Sohn, sondern an die dreijährige „Arc“-Heldin Treve (Foto) aus dem Quartier von Christine Head-Maarek, die auch zur besten dreijähirgen Stute gewählt wurde.
Die aus dem Besitz von Joaan Bin Hamad Al Thani stammende Stute setzte sich, neben Novellist, noch gegen Al Kazeem, Moonlight Cloud und Sky Lantern durch. „Es ist jedes mal sehr emotional, wenn ich mir den ‚Arc‘ wieder ansehe. Manchmal werden Träume halt war“, so eine überwältigte Head-Maarek, die erneut zu verstehen gab, dass Treve auch im kommenden Jahr in Training bleiben wird. Ein mögliches Ziel auf dem Weg zum nächsten Prix de l’Arc de Triomphe nannte die Trainerin auch schon. Demnach könnte die Motivator-Tochter in den Prince of Wales’s Stakes während Royal Ascot starten (Zum Langzeitmarkt).
Bei den älteren Pferden, auch hier stand Dr. Christoph Berglars Novellist zur Wahl, setzte sich dann die von Head-Maareks Bruder Freddy Head trainierte Moonlight Cloud durch. Die fünfjährige Invincible Spirit-Tochter ist in diesem Jahr ungeschlagen. Zuletzt gewann sie in den Farben von George Strawbridge den zur Gruppe I zählenden Prix de la Foret. Und noch ein deutsches Pferd fand Aufnahme in den erlesenen Kreis der Nominierten.
Andreas Wöhlers für Dr. Ingrid Hornig trainierter Galileo-Sohn Altano stand zur Wahl bei den Stehern. Das Votum fiel allerdings auf die Ascot Gold Cup-Siegerin Estimate aus dem Stall Sir Michael Stoute. Besitzerin der vierjährigen Monsun-Tochter ist Queen Elizabeth II, die sich in einer aufgezeichneten Rede an die Gäste wandte in der sie sagte: „Estimate ist auf der Koppel und macht Pause. Dort beobachtet sie in aller Ruhe die Rehe“, so die britische Monarchin.
In der Kategorie „Bester Dreijähriger“ setzte sich Aidan O’Briens 2.000 Guineas- und Breeders‘ Cup Turf-Sieger Magician durch, im jüngsten Jahrgang gewann wenig überraschend der Racing Post Trophy-Gewinner Kingtson Hill aus dem Quartier von Roger Varian und dem Besitz von Paul Smith. Bei den zweijährigen Stuten gewann Chriselliam aus dem Quartier von Charles Hills. Sprinter des Jahres wurde Clive Cox‘ Lethal Force und mit dem Cartier/Daily Telegraph Award of Merit wurde Jim Bolger geehrt.










