Calif in der „Poule“ – „Nur einmal die Chance“

„Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, dessen sind wir uns bewusst“, so Dominik Moser am Donnerstag zur Sport-Welt angesprochen auf Califs Start in der zur Gruppe I zählenden Poule d’Essai des Poulains (600.000 Euro) der Gruppe I (zum Langzeitmarkt).

Der Areion-Sohn aus Brümmerhofer Zucht ist das erste in Deutschland trainierte Pferd seit Amaron im Jahr 2012, welches in diesem französischen Meilen-Klassiker an den Start kommen wird. Amaron wurde damals Vierter. Nicht zu vergessen, der dritte Rang von Alson vor zwei Jahren. Allerdings wurde der Schlenderhaner von Andre Fabre in Frankreich vorbereitet. Damit entschied sich das Team um Calif, der in den Farben des Stalles Hanse läuft, auch gegen einen Start im Mehl-Mülhens-Rennen. „Natürlich hätten wir auch in Köln laufen können, aber es war dann eine Bauchentscheidung und der Besitzer wollte schon gerne in Frankreich laufen. Und ein Pferd hat nun mal nur einmal die Chance in diesem Rennen zu starten.“

Um Bahn und Distanz in Paris kennenzulernen, schickte man Calif zuletzt in den Prix Machado. Hier wurde er Vierter. Für die „Poule“ gilt er am Sonntag erst einmal nur als langer Außenseiter. Im Sattel wird Gerald Mosse sitzen.

Die Favoritenposition geht an Charlie Applebys für Godolphin trainierten Modern Games, der unter William Buick auf die Meile von Paris gehen wird. Der Dubawi-Sohn gewann zweijährig den Breeders‘ Cup Juvenile Turf auf kuriose Art und Weise. Das ist aber längst Geschichte und die Gegenwart heißt Paris. Ohne Umwege geht es für den Godolphin-Galopper nun direkt in die „Poule“, einen Vorbereitungsstart gab es nicht.  Auch der zweite Favorit kommt aus England und heißt Bayside Boy. Roger Varian trainiert den New Bay-Sohn für Teme Valley und das Ballylinch Stud. Auch er geht als Saisondebütant in den Klassiker. Zweijährig wurde er in den Futurity Trophy Stakes der Gruppe I Dritter hinter Luxembourg, der bis zu seiner Verletzung als Favorit für das Epsom Derby galt. Mit Kondition kommt dagegen Jean-Claude Rougets für Riviera Equine und das Haras D’Etreham trainierter Lassaut an den Start. Der Almanzor-Sohn, der noch ohne Jockey angegeben war, belegte bei seinem einzigen Zweijährigen-Start Rang drei und startete mit zwei Siegen in seine Dreijährigen-Kampagne. Zuletzt gewann er den erwähnten Prix Machado.

Aus der Zucht von Günther Schmidt stammt Claymore, der für Jane Chapple-Hyam startet. Das zweite Pferd im Rennen aus deutscher Zucht gilt seit einiger Zeit als Geheimtipp, ist jetzt in die erweiterte Favoritengruppe vorgerückt.

 

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