Nach einer knappen Woche Derby-Meeting ging es am Samstag in Magdeburg wieder entspannter, aber nicht weniger interessant zu. Sieben basissportlich orientierte Rennen standen auf der Karte im Osten Deutschlands. Ein mit 8000 Euro dotiertes Handicap der mittleren Klasse über 1800 Meter stand im Zentrum des Renntages im Herrenkrug.
Einzig das Wetter spielte den Veranstaltern zunächst nicht in die Karte. Ein Regenschirm war zu Beginn des Tages ein unersetzliches Accessoire für die Besucher der Rennbahn. Ab dem zweiten Rennen klarte der Magdeburger Himmel aber auf und die Sonne kam hervor.
Und eben dieser Ausgleich III war mit neun guten Startern auch qualitativ eine ansprechende Angelegenheit. Ansprechend war auch die Performance des von Hans-Jürgen Gröschel trainierten Caesarion (Foto, 65:10). Ganz leicht ging es für den Areion-Sohn der unter Wladimir Panov Start-Ziel gewann. Mit drei Längen Vorteil brachte er das Feld vor Readyspice (Harald Franke/Jozef Bojko) in den Einlauf.
Readyspice konnte diesen Rang nicht ins Ziel retten. Aus sechster/siebter Position wurde Falakee (Mario Hofer/Steffi Hofer) noch richtig schnell und sicherte sich das zweite Geld vor Luigio (Markus Klug/Eugen Frank). Readyspice wurde am Ende Vierter. „Wenn die Stallform stimmt, dann geht es manchmal ganz einfach. Das kann man manchmal gar nicht erklären“, so Gröschel nach dem Rennen. Es war Gröschels zweiter Erfolg, denn er konnte auch die einleitende Prüfung gewinnen.
Der Ausgleich IV ging an den von ihm trainierten Platin Storm (43:10), der unter Bayarsaikhan Ganbat gewann. Lange sah es nach einem Favoritensieg durch Glengoyne (Frank Fuhrmann/Eduardo Pedroza) aus, doch der Pentire-Sohn hatte gegen Ende die meisten Reserven und verwies Glengoyne auf den Ehrenrang. Es sollte Pedrozas einziger Ritt an diesem Tag bleiben. Der Panamaer klagte über Kopfschmerzen und konnte die weiteren Engagements nicht annehmen.
Auch in einem 2050 Meter-Altersgewichtsrennen musste die favorisierte Röttgenerin Pristina (Markus Klug/Eugen Frank) in einem packenden Finish gegen die von Stefan Richter trainierte Little Wonder (73:10) mit Rene Piechulek und Mesa Verde (Peter Schiergen/Filip Minarik) geschlagen geben.
Mit der Flagge wurde die dritte Prüfung, ein Ausgleich IV über 2050 Meter, gestartet. Grund dafür waren Probleme mit der Startmaschine. Es sollte aber der einzige Flaggenstart an diesem Tag bleiben. Am Ende setzte sich Monika Blasczyks 135:10-Außenseiter Dialani mit Olga Laznovska gegen Fiftys Brother (Peter Hirschberger/Martin Seidl) durch.
Monika Blasczyk hätte gleich auf dem Siegerpodest stehen bleiben können, den die von ihr trainierte elfjährige Durani (48:10) kam unter Olga Laznovska im der Sport-Welt Talent-Trophy (Ausgleich IV, Amateurrennen) über 2050 Meter auf der Außenbahn angeflogen und schnappte dem lange führenden Ostpol (Reinhard Johannsmann/Dennis Schiergen) den Sieg weg. Auch für Laznovska war der zweite Tageserfolg.
Dann durfte sich auch Derbysiegtrainer Mario Hofer in die Siegerliste eintragen. Unter Steffi Hofer siegte Flores del Lago (13:10) in einem Altersgewichtsrennen über 1800 Meter. Die abschließende Prüfung, ein Handicap der Kategorie IV über 1800 Meter sicherste sich Tremendous (49:10) aus dem Rennstall von Heinrich Nienstädt mit Stefi Hofer, die damit auch zum zweiten Mal an diesem Tag zur Siegerehrung gebeten wurde.











