Bye Bye Super-Simonas? Tanaka-Wallach in Bremen top

Nach den Worten von Andreeas Wöhler zu urteilen, könnten die deutschen Turf-Fans bei der Freitagsver-anstaltung in Bremen eine Abschiedsvorstellung gesehen haben. Super-Schimmel Simonas (Foto) hat auf diesem Globus schon so manche Schlacht mit Bravour geschlagen, der zehnjährige Sternkönig-Wallach siegte unter Jozef Bojko in einem Altersgewichtsrennen.

Trainer Wöhler bei der Siegerehrung: ‚Simonas hat sicher nicht mehr ganz die Klasse vergangener Tage, sollte sich mit einem Sieg verabschieden, das hat das Pferd einfach verdient. Ich werde das mit Herrn Tanaka besprechen. Aber es könnte gut sein, dass das heute sein letzter Start war‘.

31:10 gab es nochmmal auf den vom Gestüt Röttgene gezogenen Simonas, denn von den Wettern wurde der Dzubasz-Aufsteiger Mauritino (13:10, A. Pietsch) ganz klar bevorzugt. Doch das Blatt aus Baden (damals landete Simonas deutlich hinter Mauritino) konnte der Veteran dieses Mal zu seinen Gunsten wenden.

Deutlich hinter dem lange kämpfenden Pärchen konnte Karlsdorf (F. Minarik) für Christian Sprengel als Dritter ein gutes Debüt geben. Er setzte sich knapp gegen die ebenfalls erstmals antretende Right Society (M. Murke) durch.

Simonas verdiente bei 44 Starts 615.165 Euro, konnte 12 Mal als Sieger die Linie passieren. Sein größter Erfolg war der gewinn des Premio Carlo d’Alessio 2004, Gruppe II-Prüfung über 2800 Meter in Rom, als er auf einen Schlag 75.000 Euro eingaloppieren konnte.

In Deutschland war der Sieg im 2005er IDEE Hansa-Preis von Hamburg herausragend. 185.185 Euro wert war der Ehrengan auf Gruppe I-Niveau in Woodbine. Dort bestritt Simonas 2004 das Pattison Canadian International und musste nur Sulamani vor sich dulden.

Im Rennen der Dreijährigen gab es eine Überraschung, als der Vovcenko-Galopper Indomito (R. Juracek) zwar klare Gewichtsvorgaben zu leisten hatte, dennoch in exponierter Favoritenstellung (17:10) stand, diese aber nicht zu rechtfertigen wusste.

Andreas Löwes Classic Summer (F. Minarik) kam vom Ende des Feldes immer besser auf Touren und konnte die Röttgenerin Dicara (H. Grewe), deren Vorstoß schon recht gut ausgesehen hatte, noch kurz vor dem Ziel abfangen. Deutlich distanziert gelangte dann erst Indomito als Dritter ins Ziel.

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