Das Jahr 2006 erwies sich für den von Wilfried Kujath für den engagierten Stall Zorbas in Frankfurt trainierten Sacho als eine Erfolgssaison, sogar als beste in der Karriere, die er als Dreijähriger eröffnete und die ihn auch heute noch als Neunjährigen bestens in Form sieht.
Im Vorjahr ging der von Dashing Blade stammende Wallach neun Mal an den Start, gewann ein Rennen und war sieben Mal platziert, was in der Endabrechnung mit einer Gewinnsumme von 62.119 Euro verbunden war. Den einzigen Saisonsieg landete Sacho im Ausland, in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, als er unter Jozef Bojko das Cena Ministerstav podohospodarstva, eine mit 850.000 Kronen/22.422 Euro dotierte und über 1200 Meter führende Sprinter-Prüfung mit einer knappen Länge Vorsprung auf sein Konto brachte.
Auf ein Neues heißt es zwölf Monate für den Kujath-Schützling, der es am ersten Juni-Sonntag mit dreizehn Gegnern zu tun bekommt. Unter ihnen befinden sich auch Polish Magic ein früherer Wöhler-Schützling, der später nach Tschechien verkauft wurde, und Scyris ein Pferd, das er vor einem Jahr bereits antraf und das als Vierter klar hinter ihm geblieben war.
„Sacho hatte 2006 ein Traumrennen. Doch bei derartigen Rennen ist immer einiges möglich, was man nicht zuletzt in Köln beim Saisondebut gesehen hat, als er keinen Geringeren als einen Lucky Strike schlug. Er befindet sich in ausgezeichneter Verfassung, die er auch beim seinem späteren Start in Mailand über 1000 Meter bewies, wo er als Fünfter zu guten Dreijährigen nur minimal von den Geldrängen geschlagen blieb. Ich hätte lieber Beton, doch derartiger Boden ist nach den Regenfällen der letzten Wochen wohl nicht zu erwarten. Wir sind optimistisch und erwarten zumindest Geld“, erklärte Wilfried Kujath am Dienstagabend auf Nachfrage.
Als Jockey verpflichtete der Frankfurter Trainer Andreas Göritz, der beim 50. Start des Sprinters zum ersten Mal im Sattel sitzt. Der frühere Amateurchampion, seit geraumer Zeit Mitglied des Kölner Teams um Trainer Peter Schiergen, kommt nicht nur im Hauptereignis, sondern auch im Rahmenprogramm zum Einsatz, bestreitet insgesamt fünf Starts.
Er ist nicht der einzige Jockey aus Deutschland, der nach Bratislava reist, mit von der Partie sind ferner Rastislav Juracek und Karoly Kerekes. Auch der immer wieder in München reitende Gary Hind weilt vor Ort, steigt allerdings nur im Hauptrennen in den Sattel, was auch für Gordan Batistic gilt.
Ein alter Bekannter auf der Bratislava-Anlage ist Paul Eddery, der seit Jahren immer wieder erfolgreiche Gastspiele auf den Rennbahnen in Mitteleuropa gibt. Die meisten Einsätze der auswärtigen Reiter weist Juracek auf, der für sieben Ritte gebucht wurde, während Kerekes, zweiter Mann am Mülheimer Stall von Uwe Ostmann, fünf Einsätze hat.











