Brand in Wettannahmestelle auf der Leipziger Rennbahn

In den Morgenstunden des vergangenen Samstags kam es in der Wettannahmestelle im Tribünengebäude auf dem Gelände der Rennbahn Leipzig zu einem Schwelbrand. Nach aktuellen Erkenntnissen liegt eine technische Ursache vor, der Ausgangspunkt des Brandes ist nach einem Kurzschluss in einem Verteilerkasten im Bereich der Wettannahme zu sehen.

„Die Räumlichkeiten und unser gesamtes Inventar sind durch die Brand- und Rußschäden sowie nach dem Einsatz der Feuerwehr vor Ort nicht mehr nutzbar“, so Henry Hoffmann, Partner von Buchmacher Alexander Leip in dem von den Leipziger Turffreunden stets gut besuchten Wettgeschäft. Zum Glück sind erst einmal keine weiteren Schäden außerhalb der Wettenannahme im Tribünengebäude zu verzeichnen. Bereits gegen drei Uhr hatte am Samstag die installierte Alarmanlage eine Störung im Objekt angezeigt.

Die daraufhin vor Ort beorderte Sicherheitsfirma konnte allerdings zu diesem Zeitpunkt keinen Schaden feststellen. Erst gegen acht Uhr alarmierte dann ein Spaziergänger, der seinen Hund in den angrenzenden Parkanlagen ausführte, die Feuerwehr, nachdem er Rauchentwicklung im Objekt wahrgenommen hatte.

„Unser Wettbetrieb geht definitiv und umgehend weiter. Wir sind bereits dabei in das Waagegebäude in den Innenraum der Leipziger Rennbahn umzuziehen und neue Technik zu installieren“, so noch einmal Henry Hoffmann. „Erfreulicherweise kommt uns der Leipziger Reit- und Rennverein Scheibenholz e. V. weitestgehend entgegen“, ergänzt der Niederlassungsleiter zur Fortführung des Wettgeschäftes.

Nach der kurzfristigen Absage des geplanten Freitagsrenntages in der vergangenen Woche und dessen Verlegung in den November hinein aufgrund ungenügender finanzieller Absicherung bleibt dem Leipziger Rennverein offensichtlich auch nichts erspart. Der Renntag, der finanziell von der Leipziger Wirtschaft abgesichert werden sollte, stieß dort im entscheidenden Moment auf wenig Gegenliebe. Offenbar sind die Sponsoring-Interessen in diesen Kreisen anders gewichtet.

„Wir stecken natürlich mit dem Zuschauerinteresse jenseits des 1. Mai, den aktuell wenigen stationierten Pferden in den hiesigen Stallungen und der geringen Anzahl an durchgeführten Rennveranstaltungen in einem Teufelskreis“, so Rennvereinspräsident Jürgen Funke.

„Unsere ganze Hoffnung liegt nun auf der immer noch ausstehenden endgültigen Entscheidung zur Gewährung der Fördergelder für die Fortführung der Tribünensanierung. Die Entscheidung hierzu liegt bekanntlich seit Monaten in Brüssel und soll bis zum 30. September diesen Jahres fallen“, so die Ergänzung des Präsidenten.

Die derzeit in Leipzig geführte Diskussion zum Fortbestand einer Galopprennbahn in Leipzig, ist dann hoffentlich für Leipzigs älteste Sportstätte überhaupt, seit 1867 werden hier Galopprennen durchgeführt, ein für allemal vom Tisch.

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