Bei tropischer Hitze lief zur Mittagszeit das Derby-Meeting 2010 vom Stapel. Gleich elf Prüfungen standen auf dem Programm, die Felder proppenvoll, Wetterherz, was willst du mehr? So richtig gut vom Start kam das Hannover-Quartier von Christian Sprengel. Mit Bonfire Night und dem dreijährigen, klar favorisierten Tettman sattelte er zwei Sieger.
Die erste Tagesprüfung ging durch die 77:10-Chance Sir Areion in das Mülheimer Quartier von Werner Baltromei, sein ‚Stalljcokey‘ Dominique Boeuf saß im Sattel des Schützlinges von Marlene Haller. Für diese drei sollte sich der Renntag noch ganz anders gestalten (Video ansehen).
‚Ich werde rund 20 Pferde nach Hamburg verladen, der eine oder andere Sieger wird auch dabei sein‘, so hatte sich Christian Sprengel noch am Freitag vor dem Start der Derby-Woche am Rande des Krefelder Renntages bei einem Kurzinterview für RaceBets am Mikrofon geäußert. Und mit Bonfire Night (68:10) und Tettman (23:10)(Foto) waren nun gleich am ersten Meetingstag zwei Treffer für den Hamburg-Spezialisten Christian Sprengel fällig. Neben Bonfire Night zeichnete er auch für den zweitplatzierten Nesayem (Video ansehen).
‚Wir wollten, auch wenn der Weg etwas kurz war, unbedingt heute mit Tettman antreten, denn der Boden war so ganz nach dem Geschmack des Hengstes. Nun steuern wir das Auktionsrennen in Hannover mit Tettman an‘, so Christian Sprengel.
In der Viererwette gab es durch den von Mario Hofer trainierten 202:10-Außenseiter Primera Vista eine große Überraschung. Steffi Hofer saß eine Stunde vor dem schweren Sturz auf den Sieger. Flat Eric, Rum Chocolate und El Okawango komplettierten die Viererwette (Video ansehen).
Neben der Siegerin in der Wettchance des Tages gab es durch die von Christian von der Recke trainierte Elle Desert (122:10), Nightdance Honor (102), der im Verkaufsrennen gegen Löwenherz und Inambari zum Zuge kam, und vor allem im letzten Rennen Tamerlan (339:10) drei weitere Außenseitersiege zu notieren.
Ihren Ruf als Championesse der Hindernistrainer wurde Elfi Schnakenberg gerecht, als sie mit Isola Bene (33:10) und Wild Storm die beiden Erstplatzierten im Hürdenrennen sattelte. Auf der überlegen siegreichen Isola Bene war Oliver Schnakenberg das zweite Mal als Profijockey im Einsatz. Nun gelang ihm der erste Sieg (Video ansehen).
Bereits nach der Hälfte der Tageskarte zeichnete sich ein kleines Debakel beim Umsatz an. Bei Kassensturz wurden 320.559 Euro notiert, im Vorjahr waren es noch 440.000 Euro bei sogar einem Rennen weniger gewesen. Von allen Aktiven wurde der Zustand des Geläufs gelobt, trotz der tropischen Sonne war der Boden nicht zu trocken.











