Der Boden in Tokio sorgt in Anbetracht der heftigen Regenfälle in der ersten Wochenhälfte für allerlei Spekulationen. Beim Morgentraining am Donnerstag regnete es nicht nur, sondern der Boden war so voll gesogen, dass es auf dem vorbildlichen Rasenteppich der Tokioter Rennbahn unter den Hufen aufspritzte.
Doch die „Hoffnung“ auf weichen Boden hegt hier keiner der Teilnehmer. „Die Drainage auf der Tokioter Rennbahn ist enorm leistungsfähig. Wenn es nur einen guten Tag vor dem Rennen trocken ist, ist die Bahn danach allenfalls noch elastisch. Die Wettervorhersage bis Sonntag sagt stabil schönes Wetter voraus – mit einer kleinen Möglichkeit für einen Schauer am Sonntagmorgen. Die Japan Racing Association geht aber davon aus, dass es ganz trocken bleiben wird. Demnach dürfte der Boden gut oder schneller sein“, so Jean-Pierre Carvalho gegenüber Galopp-Online vor Ort.
Und der Schlenderhan-Trainer muss es wissen, immerhin war er im vergangenen Jahr schon mit Ivanhowe Sechster im Monstre-Rennen von Tokio. Eine ähnliche Einschätzung gab übrigens Francis-Henri Graffard am Donnerstagmorgen bei der Pressekonferenz ab: Er bestätigte, dass sein Hengst Erupt, Grand Prix de Paris-Sieger und Arc-Fünfter, weichen Boden gar nicht mag. Aber einer der Gründe, den Breeders‘ Cup in Lexington zu vermeiden, sei gerade auch die Bodenfrage gewesen: „Die Drainage in Tokio garantiert quasi guten Boden, während wir in Lexington unsicher waren – und die Bodenbeschaffenheit am Abend des Breeders´Cup-Meetings wäre Erupt nicht entgegen gekommen.“













