Unter den zahlreichen deutschen Startern in Frankreich (Fontainebleau und Lyon-La Soie), gab es in Lyon auch das Debüt von Welanus zu sehen. Der Hamond-Sohn genoss am Toto gleich einige Beachtung und ging hinter dem von Jean-Claude Rouget trainierten und Christophe Soumillon gerittenen Espero bereits als zweiter Favorit ins Rennen.
Der zweijährige Hengst aus dem Krefelder Quartier von Hans-Albert Blume (Foto) wusste in diesem Rennen über 1800 Meter (14.000 Euro) sehr zu gefallen, auch wenn es noch nicht ganz zum Sieg reichte.
Vom Start weg suchte Johann Victoire den Kontakt zu den vorderen Pferden und hielt sich stets in fünfter, sechster Position. Eingangs der Zielgeraden verschärfte Espero innen an den Rails dann das Tempo, Welanus versuchte außen noch mitzugehen, doch der Favorit ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Welanus endete mit gut zwei Längen Rückstand auf dem zweiten Rang und konnte somit ein gelungenes Debüt in Frankreich feiern. Dritter wurde Carols Blizzard.
In Fontainebleau rückten zur zweiten Tagesprüfung, ein mit 58.000 Euro dotiertes Ausgleichrennen über 1200 Meter, drei Deutsche Galopper in die Boxen ein. Nareion, trainiert von Werner Baltromei, Becquarey betreut von Andreas Trybuhl und Glasshoughton aus dem Frankfurter Quartier von Toni Potters. Doch nur der Areion-Sohn Nareion konnte sich in dieser Prüfung besser in Szene setzen. Am Ende sprang für den fünfjährigen Hengst, der unter Thierry Thulliez als Außenseiter ins Rennen ging, der vierte Platz heraus. Er war lediglich um eine Länge vom dritten Geld entfernt und auch nach ganz vorne zum Sieger Anco Marzio war er nicht weit zurück. Die beiden übrigen deutschen Hoffnungen blieben in diesem Rennen ohne bessere Möglichkeiten.
Mario Hofers Al Hazim bleieb im darauffolgenden Rennen für Zweijährige über 1200 Meter unplatziert. Ähnlich erging es in Lyon Waldemar Himmels Daylami-Sohn Lapao und der von Sarka Schütz betreuten Dashing Blade-Tochter Leverage. Beide Kandidaten hatten in einem Verkaufsrennen (13.000 Euro) über 2400 Meter nichts mit dem Ausgang dieser Prüfung zu schaffen. Lapao kam unter Frederic Champagne auf den siebten Platz ins Ziel, während Leverage mit Partner Franck Foresi unplatziert bleib.
Im ersten Rennen in Lyon gab es aus deutscher Sicht dennoch Grund zur Freude. Die zweijährige Teofilo-Tochter Samba Brazil gewann ein mit 14.000 Euro dotiertes Rennen über 1800 Meter hochüberlegen mit drei Längen Vorsprung. Die Stute gehört zu 50 Prozent dem Gestüt Karlshof und ist eine Schwester zu Soberania und Seismos aus der Verwandtschaft von Samum. Ihr Trainer ist Jean-Claude Rouget, im Sattel saß Christophe Soumillon. Die Teofilo-Tochter soll jetzt im Prix Californie, einem Listenrennen, laufen.
Und dann schneppte sich der von Hans Blume trainierte Tamburini (Johan Victoire) als 203:10-Außenseiter ein Verkaufsrennen über 1800 Meter, das mit 13.000 Euro dotiert war.









