Filip Minarik war am Donnerstag, beim dritten Veranstaltungstag der Bad Harzburger Rennwoche, der Mann des Tages. Der Tscheche, der am vergangenen Samstag mit Engai bereits ein Superhandicap gewannen hatte, war als einziger Jockey zweimal erfolgreich. Personal Power und Vesuv hießen die Sieger des Championjockeys von 2005.
In der Wettchance des Tages, in der es eine garantierte Auszahlung von 11.111 Euro gab, ging der am Asterblüte-Stall beschäftigte Jockey mit seinem Ritt Berlusconi aber leer aus.
Ohnehin triumphierten in dem als Ausgleich IV gelaufenen Viererwetten-Rennen die Außenseiter. Mit dem Sieger Plaisir d’Amour (Fabian Xaver Weißmeier, auf dem Foto rechts), der eine längere Durststrecke für Trainerin Marion Rotering beendete, konnte man bei einer Quote von 82:10 ja noch rechnen (Video ansehen).
Aber Kallynus (402), der sogar lange zu gewinnen schien, Desert Sun (147) und Rohan (192) standen allesamt lang am Toto, sodass man kurzzeitig sogar annehmen konnte, dass die Viererwette nicht getroffen sei.
Doch sowohl die Dreier-, als auch die Viererwette waren getroffen. In der Dreierwette gab es 112.904:10, in der Viererwette 161.493:10, die Wette wurde also zweimal getroffen.
Den obligatorischen Schnakenberg-Sieg gab es im Jagdrennen, als Alanco unter Julian Marinov (zweiter Meetingstreffer) für die populären Farben des Stalles Steintor gegen Boccatus und seinen Trainingsgefährten Brennus leicht punktete (Video ansehen).
Ein Erfolg ging am Donnerstag sogar nach Belgien, denn der dort tätige Trainer Nino Minner sattelte mit dem Hengst Tatsuya (Marvin Suerland) im Altersgewichtsrennen den Sieger. Problemlos setzte sich der Sechsjährige, der am Sonntag noch einmal im Harz starten wird, gegen Ladoga Danon und Hanseatic Cross durch.
Der Umsatz nach den acht Rennen betrug gut 163.000 Euro, was eine Steigerung von rund 10.000 Euro gegenüber dem Vorjahr bei gleicher Anzahl Rennen bedeutete. Lediglich das Ponyrennen, in dem nur vier Pferde mit Wetten liefen, tanzte hier aus der Reihe.
‚Es hat sich als sehr guter Schachzug erwiesen, auch einmal unter der Woche eine Wettchance des Tages anzubieten. Im Viererwettenrennen wurden 50.000 Euro umgesetzt, davon etwa 24.000 in der Viererwette‘, hieß es von Seiten des Rennvereins.
5.000 Besucher waren auf der Bahn und ließen sich auch von einem kräftigen Regenschauer, der nach dem vorletzten Rennen einsetzte, nicht vertreiben.









