65.000 Euro in zwei Araberrennen? Realität wird das am Sonntag in Hoppegarten, wenn Deutschlands wertvollster Renntag für die Araber ansteht. Zwei Prüfungen der gehobenen Kategorie sind dieser Klientel vorbehalten und im H.H. Sheikh Zayed Bin Sultan Al Nahyan Listed Cup kann es den dritten Sieg von Sartejano geben.
Allerdings reist nun auch starkes Kaliber aus Frankreich an. Alban De Mieulle, Qataras führender Arabertrainer, schickt zwei seiner besten Vierbeiner nach Berlin. Da wird es für Sartejano sicher kein Spaziergang werden. Aber wer die Siege von Sartejano in Berlin-Hoppegarten gesehen hat, der weiß, welch großes Potenzial in ihm steckt. Genau vor zwölf Monaten wurde Sartejano noch vom wettenden Publikum derart unterschätzt, dass man nach dem Rennen an den Totokassen fast alleine stand, wenn man eine Auszahlung erwartet.
Dem wird mit Sicherheit am Sonntag nicht so sein. Denn Sartejano – das ist mittlerweile der Inbegriff für einen Siegertypus. Einen Riegel könnte ihm der Schimmel Raihan vorschieben, der den deutschen Rennbahngängern auch kein Unbekannter mehr ist. Denn im letzten Jahr steuerte ihn Gerald Avranche zum Treffer in Baden-Baden. Der französische Jockey war an diesem Tag voll des Vertrauens in seinen Partner, musste am Ende jedoch noch mehr tun, als ihm lieb gewesen wäre. Insofern ist der markante Schimmel sicher kein unbesiegbarer Gast.
Insgesamt elf Kandidaten sind im 25.000er am Start. Im Sattel von Raihan ist David Boulard zu sehen, der auch schon seit Jahren die besten Araber für Trainer de Mieulle reitet. Aus England reist Ted Durcan an. Der Sattelkünstler ist ebenfalls von Scheich Abdullah bin Khalifa al Thani engagiert worden, um mit Periander die zweite Wahl des Stalles zu reiten. Periander lief noch in Dubai und sollte zuletzt sehr starke Gegnerschaft gesehen haben. Auch für ihn sind wie für Raihan Siegchancen zu erkennen.
In der H.H. Scheikha Fatima Bint Mubarak Ladies World Championship um 20.000 Euro reiten nur Amazonen. Elf Kandidaten sind am Ablauf, extra aus Australien kommt Kathy O’Hara, die sicher mit guten Aussichten unterwegs sein sollte Bei den Vollblütern hat der Rennverein in Hoppegarten sechs Prüfungen im Angebot. Gleich im ersten Rennen sollte es sich lohnen, Avanti genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Gröschel-Schützling war lange auf Feierschicht, ehe er sich in Baden-Baden aus der Pause heraus von toller Seite präsentierte und nur einem Ittlinger Pferd beugen musste.
Mit der zu erwartenden Steigerung sollte der Malinas-Sohn eine erste Siegchance anmelden. Wie auch schon bei den letzten Renntagen sind erneut Gäste aus Tschechien, Polen und nun auch aus Dänemark in Berlin-Hoppegarten dabei. In vierten Rennen des Tages tritt Loxton Lad an. In Dänemark von Tine Mortensen vorbereitet, reitet Marc Stott für dänische Interessen. In diesem Rennen sollte traditionell Roland Dzubasz wieder gute Aussichten besitzen. Denn mit Alte Lady und Maximoool hat der noch immer etwas gesundheitlich angeschlagene Trainer zwei hoch interessante Kantonisten am Ablauf.
Pascal Jonathan Werning schwingt sich für Roland Dzubasz in den Sattel von Alte Lady, die er bereits in Dortmund auf Rang zwei steuerte und Maximool ist Fernando Guanti anvertraut. Für alle ein schwerer Prüfstrein werden könnte natürlich Attimo, der aus dem Formstall von Andreas Wöhler kommt. Blue Lulin war zuletzt schon vor Avanti auf dem zweiten Platz auszumachen,
Die beiden Ausgleiche III sind etwas für Spezialisten. Denn beide Rennen sind sehr ausgeglichen besetzt.
Den Sieger zu finden, ist sicher eine Herausforderung für jeden Wetter. Aber das ist schließlich auch das Salz in der Suppe dieses Sports.











