Streng nach Rechnung stand der von Peter Rau trainierte Abbadjinn am Samstag im Benazet-Rennen vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Zuletzt noch im Ausgleich II unplatziert, nun auf Gruppe-Parkett engagiert.
Doch der Big Shuffle-Sohn hatte am Toto trotzdem einiges Vertrauen gefunden, ging als 95:10-Chance in die mit 50.000 Euro dotierte Gruppe III-Prüfung über 1200 Meter. Unter Stalljockey Torsten Mundry schaffte der Wallach aber den Quantensprung, gewann mit Hals-Vorsprung.
Als es in die Gerade ging, hatte der Vierjährige in der von Lucky Strike (wurde am Ende Sechster) angeführten Konkurrenz gleich eine prominente Position und ging auch schnell in Front. Ganz anders der 18:10-Favorit Tiza, auf dem sich Christophe Soumillon unendlich viel Zeit ließ und viel zu viel Boden gutmchen musste.
Außen war der Engländer Dark Islnder die größte Gefahr für Abbadjinn, der aber Kampfgeist bewies, knapp nach Hause kam, und so für den größten Erfolg seines Besitzers, des schweizer Stalles Schuoler-Gonzales, sorgte.
Trainer Peter Rau war nicht live vor Ort, da er am Sonntag Richtung Rom fliegt. ‚Ich habe immer daran geglaubt, dass Abbadjinn ein Gruppepferd ist, er ist nur etws diffizil zu reiten und braucht im Rennen alles passend. Die Gerade Bahn in Iffezheim kommt ihm auch entgegen‘, sagte Siegreiter Torsten Mundry, der das Rennen bereits im Jahr 2000 mit Skip gewonnen hatte.
Während man im Lager des Engländers Dark Islander zufrieden war, war der Ritt von Christophe Soumillon auf Tiza sicher nicht sein bester. Allerdings hatte Trainer Alain de Royer-Dupre zuvor bereits verlauten lassen, dass er den Boden viel weicher erwartet hatte. ‚Er zog einfach nicht durch‘, sagte Soumillon.
Lucky Strike war als Sechster am Ende ohne Möglichkeiten. ‚Er war an der Spitze etws fleißig, was nicht so optimal war. Nun könnte er in Hamburg laufen‘, sagte sein Trainer Andreas Trybuhl.










