Vierfache deutsche Beteiligung gab es am Dienstag im französischen Nancy gleich zum Auftakt. In einem Ausgleichsrennen über 2950 Meter (50.000 Euro), der ersten Tagesprüfung, hinterließ besonders der von Ralf Rohne trainierte vierjährige Hengst Orsino einen äußerst starken Eindruck und belegte am Ende einen sehr guten zweiten Platz.
Lange war der Mamool-Sohn mit Jockey David Breux in führender Position und musste sich erst eingangs der Zielgeraden dem Speed des späteren Siegers Divapour mit Gregory Benoist geschlagen geben, schnappte sich aber noch das zweite Geld.
Mit Mayflair (D.Bonilla) galoppierte ein weiterer deutscher Teilnehmer in die Prämien. Die von Werner Hefter trainierte Black Sam Bellamy-Tochter landete nach großem Kampf auf dem vierten Rang. Die beiden übrigen deutschen Starter Gyrona (A. Trybuhl/A. Lemaitre) und Khadar (W. Baltromei/D.Boeuf) landeten auf dem zwölften, respektive dem fünfzehnten Rang und hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
Der einzige deutsche Vertreter im zweiten Rennen, einem Verkaufsrennen für zweijährige Pferde über 1350 Meter (14.000 Euro), war der von Matthias Keller trainierte Meucci. Der Zweijährige blieb jedoch chancenlos und unplatziert.
Zur dritten Tagesprüfung, einem Ausgleich über 1350 Meter (20.000 Euro), traten dann wieder zwei deutsche Pferde an. Daily Dreams, trainiert von Ralf Rohne und der bei Andreas Trybuhl in Köln im Training stehende, dreijährige Becquarey mit Jockey Gregory Benoist, der als Favorit ins Rennen ging, bereicherten das 16-köpfige Feld.
Bereits im Schlussbogen wurde der Soave-Sohn Becquarey seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich an vorderste Position. Am Ende konnte sich Becquarey (42:10) leicht mit zwei Längen Vorsprung gegen Gwenhwyfar behaupten und bescherte dem Stall Auge eine Siegprämie von 10.000 Euro. Daily Dreams überquerte unter Jerome Claudic als Sechste die Linie.
Gleich acht Teilnehmer aus deutschen Landen schmückten die Karte zum vierten Rennen für Dreijährige über die Distanz von 1950 Meter (18.000 Euro). Mit Flores del Lago (W. Baltromei/D.Boeuf), Pancho Villas (W. Hefter/M.Barzalona) und Kadison (H.A. Blume/J. Victoire) liefen gleich drei Pferde ins Geld.
Die Encosta del Lago-Tochter Flores del Lago musste sich nur dem Aga Khan-Hengst Khaiybar geschlagen geben und griff sich vor Pancho Villas das zweite Geld von 3.600 Euro. Die Rennleitung überprüfte den Ausgang des Rennens, da die Stute dem Hefter-Schützling in die Spur gelaufen war, doch beließ man es bei der ursprünglichen Reihenfolge.
Kadison konnte durch den fünften Platz immerhin noch 900 Euro mit nach Hause nehmen. Die übrigen Deutschen waren ohne Chance und blieben unplatziert.
Als sich die Boxen zum fünften Rennen öffneten, machten sich in einem Zehnerfeld nicht weniger als sieben deutsche Teilnehmer auf die 1950 Meter (22.000 Euro) lange Reise in diesem Altersgewichtsrennen. In der Favoritenrolle sah man vor dem Start den von Wolfgang Figge trainierten Pain Perdu unter Karoly Kerekes (26:10).
Der Vierjährige Vespone-Sohn bestimmte lange Zeit das Tempo, konnte sich aber der finalen Attacke von Stand My Ground, einem ehemaligen Schützling des Krefelder Trainers Mario Hofer, nicht erwehren und verpasste den Sieg nur knapp. Mit Close to Heaven (A.Trybuhl/M.Guyon) auf Platz vier und Tingly (W. Hefter/D. Boeuf, Fünfter) liefen zwei weitere deutsche Starter ins Geld. Die verbliebenen Teilnehmer blieben unplatziert.
Gegen Abend stand mit dem sechsten Rennen zum zweiten Mal eine Prüfung für dreijährige Sieglose auf dem Programmzettel von Nancy. Diesmal jedoch über die Distanz von 2400 Meter und dotiertt mit 18.000 Euro.
Mit sieben Teilnehmern herrschte auch hier wieder rege deutsche Beteiligung. Für die Überraschung des Tages aus deutscher Sicht sorgte Grosso unter Dominique Boeuf. Der dreijährige Kallisto-Sohn, trainiert von Werner Baltromei, legte ein beherztes Rennen hin und gewann Start-Ziel (156:10).
Dem Stall Birkengrund bescherte dieser Sieg eine Prämie von 9.000 Euro. Auf den Plätzen drei und vier lieferten sich Gymara (A.Trybuhl/G. Benoist) und die Schlenderhanerin Seschat (J. Hirschberger/M. Barzalona) ein packendes Duell bis an den Zielpfosten mit dem glücklicheren Ende für die Esprit du Nord-Tochter. Andreas Suborics war auf Scheller (M. Keller) ohne jegliche Chance und früh geschlagen.
Zur vorletzten Prüfung des Tages stand ein Verkaufsrennen für Dreijährige über die Distanz von 2400 Metern (14.000 Euro) auf der Liste. Unter den Starten auch Ulieska, Christin und Magda Lena. Der Ritt von Andreas Suborics, Ulieska (W.Hickst) sollte für einen positiven Abschluss und eine weitere Überraschung sorgen.
Im Vorfeld als Außenseiter gewettet, kam die Lando-Tochter (148:10) ausgangs des Schlussbogens an den Rails richtig gut in die Partie und setzte sich mit einer Nase Vorsprung gegen die zweitplatzierte Sable Tropical durch.
Über die Siegprämie von 7.000 Euro darf sich Besitzer Joachim Erhard freuen. Christin (W. Baltromei/D.Boeuf) und Magda Lena (Chr. v.d. Recke/M.Barzalona) hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu schaffen.









