Am Sonntag steht inmitten einer mit jeweils zwei Gruppe II- und III-Rennen gespickten Karte der mit 1,5 Millionen Euro dotierte Prix du Jockey-Club im Fokus des Interesses. Das französische Derby gehört selbstverständlich zur Gruppe I und führt über 2100 Meter. Am Donnerstagnachmittag standen noch 12 Pferde im Aufgebot, darunter der von Mirec Rulec in Baden-Baden trainierte Be My Sheriff, der von Theo Bachelot geritten wird. Der im Besitz von Nadine Siepmann stehende Lawman-Sohn war bisher überwiegend in Frankreich unterwegs, und nach einem sechsten Platz auf Gruppe III-Ebene im April zuletzt mit fünf Längen erfolgreich gegen respektable Konkurrenz.
Mehr Chancen dürfte jedoch der zweite, in deutschem Mitbesitz befindliche Starter im Feld haben: Der von André Fabre für ein Syndikat aus Gestüt Ammerland, dem Newsells Park Stud und Ballydoyle-Koeignern trainierte Waldgeist unter Pierre-Charles Boudot. Immerhin gewann der Galileo-Sohn aus der Monsun-Stute Waldlerche bereits im vergangenen Herbst das Critérium de Saint-Cloud über 2000 Meter auf höchster Ebene und war vor Monatsfrist bei seiner Gruppe II-Platzierung zu Saisondebüt noch nicht bei 100 Prozent. Fabre ist noch mit dem nachgenannten, für Godolphin trainierten Solein Marin unter Mickael Barzalona vertreten, der sogar vier Rennen in Serie gewonnen hat, zuletzt nach Kampf Mitte April den Prix Noailles auf Gruppe III-Ebene über Kurs und Distanz.
Der Favorit aber ist bereits klassischer Sieger und kommt aus dem großen Stall von Jean-Claude Rouget: Der für Gérard-Augustin Normand und Al Shaqab Racing trainierte Brametot wurde Mitte Mai in der Poules d´Essai des Poulains von Deauville seiner Favoritenstellung gerecht und gewann nach Kampf mit kurzem Kopf. Sein damaliger Widersacher dürfte vorerst auf der Meile bleiben – zu William Haggas Gruppe I-Racing Post-Sieger Rivet auf Platz drei waren es damals schon drei Längen. Insoweit könnte es sein, dass der Rajsaman-Sohn hier tatsächlich das zu schlagende Pferd ist – wenn er denn steht.












