Wohl kaum ein Grupperennen im deutschen Turf ist für die hiesigen Pferde so schwer zu gewinnen wie die Goldene Peitsche. Das wichtigste Fliegerrennen des Landes wurde allein in den letzten acht Jahren sechs Mal von einem im Ausland trainierten Pferd gewonnen. Vor zwölf Monaten war es das ungarische Wunderpferd Overdose, das hier eine Gala zelebrierte.
Und auch in diesem Jahr dürfte es für die einheimischen Pferde nicht leicht sein, die Gruppe II-Prüfung im Lande zu halten, selbst wenn mit Smooth Operator natürlich ein bärenstarker Kandidat das deutsche Aufgebot anführt. Doch die beiden Gäste, die von der britischen Insel kommen, sind ohne Zweifel als Sprinter der Extraklasse anzusehen.
Da wäre zum einen War Artist, der mit Rupert Plersch (Foto mit Peace Royale) immerhin einen deutschen Besitzer hat. Der Wallach avancierte in seiner alten Heimat Südafrika als Vierjähriger bereits zum Gruppe I-Sieger. Und auch in England hat er seine Qualitäten bereits gezeigt.
In den Golden Jubilee Stakes in Ascot war er im letzten Jahr als Zweiter nur von Kingsgate Native geschlagen, aber noch vor solchen Cracks wie Takeover Target, Marchand d’Or, Diabolical oder Sakhee’s Secret, um nur einige zu nennen. Dass das keine Eintagsfliege war, bewies er als Dritter im July Cup, in dem er nur eine halbe Länge hinter dem Sieger Marchand d’Or war.
Dann musste er gesundheitsbedingt aber ein ganzes Jahr aussetzen, unter anderem hatte er mit einer schweren Kolik zu kämpfen. Beim Comeback in dieser Saison war er auf Gruppe III-Ebene Vierter, anschließend war in Doncaster der Boden zu weich für den Sechsjährigen, der sehr schnell antreten kann. Die zwei Jahre jüngere Lesson in Humility ist nicht geringer einzustufen.
Die ungemein beständige Mujadil-Tochter aus dem Stall von Alan Jarvis gewann im Frühjahr die Ballyogan Stakes in Leopardstown, wo es aber nur gegen Stuten ging. Ihre beste Form zeigte sie aber als Dritte in den Golden Jubilee Stakes, wo sie sogar noch aus einer ungüsntigeren Startbox ins Rennen ging als die vor ihr platzierten Art Connoisseur und Cannonball.
Aktuell ist die Stute Dritte im Prix Maurice de Gheest und nach dieser Form auch am Sonntag wieder ganz weit vorne zu erwarten. Zwei harte Nüsse also für Smooth Operator, die da von der Insel herüberkommen.










