Viele Experten hielten es für verwegen, den High Chaparral-Sohn Tai Chi eine Woche nach seinem Sieg im Ferdinand Leisten-Memorial gleich wieder aufzubieten. Zumal es in dem Gruppe III-Rennen in Köln gegen die besten Youngster des Landes ging, allen voran dem ungeschlagenen Amaron. Doch Werner Baltromeis Schachzug war wirklich goldrichtig.
Denn der Hengst des Rennstalles Gestüt Hachtsee siegte unter dem französischen Jockey Thierry Thulliez noch wesentlich leichter als vor einer Woche in Iffezheim (Video ansehen).
Dreieinhalb Längen Vorsprung hatte die 56:10-Chance auf der Linie vor Amarillo und Amaron, hinter denen der Favorit Energizer als Vierter dichtauf war. Zum Langzeitmarkt
Dieser hatte dem Rennen nach offensivem Ritt von Adrie de Vries lange den Stempel aufgedrückt. In der Zielgeraden konnte er sich aber nicht vom Feld lösen.
Stattdessen kamen Amarillo, stärker aber noch Tai Chi an der Außenseite an den Monsun-Sohn heran. Tai Chi löste sich im Handumdrehen von den Gegnern und stiefelte einem souveränen Sieg entgegen.
‚Ich hatte an vierter, fünfter Position ein ideales Rennen. Als ich mein Pferd in der Zielgeraden fragte, konnte er sofort beschleunigen. Er ist ein gutes Pferd‘, so Thierry Thulliez nach dem Rennen.
Von Amaron war dagegen lange nichts zu sehen. In der Zielgeraden musste der Löwe-Schützling nach vorne sehr viel Boden gutmachen. ‚Das war nichts. Mit dem Ritt bin ich nicht zufrieden. Er hätte näher bei den Führenden liegen müssen, aber Amaron hat gezeigt, dass er in diese Klasse gehört‘, so Andreas Löwe.
Zufrieden war auch Andrasch Starke mit dem Laufen von Amarillo. ‚Gegen den Sieger kamen wir nicht an, aber er ist super gelaufen‘, so der Asterblüte-Stalljockey.
Energizer blieb dichtauf Vierter, er hat den Sprung auf diese Ebene zwar geschafft, musste an der Spitze auch viel tun.










