Bailamos-Schlappe und Kujaths 100-Prozent-Ausbeute

‚Normalerweise müsste er hier deutlich über der Konkurrenz stehen, aber Sandbahnrennen haben ihre eigenen Gesetze‘, war Trainer Christian von der Recke gespalten. Im Interview bei PremiereWin hatte man ihn zu den Chancen des neu bei ihm stationierten Bailamos gefragt. Der gruppeplatzierte Wallach schien in einem Altersgewichtsrennen (100 Jahre Verband Deutscher Amateur-Rennreiter) am Sonntag in Dortmund eine verlockende Aufgabe vorzufinden.

Doch unter Oliver Sauer blieb der 17:10-Favorit weit hinter den Erwartungen zurück, gab sich bereits früh sang- und klanglos geschlagen und landete als Vierter sogar außerhalb der Toto-Ränge. Nur Sechster wurde der anfangs führende Co-Favorit Kaliyan.

Dagegen zog der von Wilfried Kujath trainierte Irish Green bei seinem vierten Saisontreffer bestens durch. Mit Karin Schlick im Sattel setzte sich der enorm gesteigerte Schützling von Wilfried Kujath, der mit einem großen Begleittross angereist war, nach einem frühen Vorstoß zur Quote von 60:10 gegen den ständig attackierenden Orfisio sowie den Außenseiter Rock me Amadeus locker mit einer dreiviertel Länge durch.

‚Wir hatten nicht damit gerechnet, hier gegen ein so gutes Pferd wie Bailamos zu gewinnen. Irish Green startet nun aber nicht mehr auf Sand‘, erklärte Kujath.

Entschädigung gab es für Trainer Christian von der Recke in einem weiteren Altersgewichtsrennen, das ungemein spannend endete. Stall Blankeneses Rascacio (Andreas Helfenbein, 34:10) hielt sich den Favoriten Austrian knapp vom Leibe, während Red Boy noch auf Rang drei spurtete. Danit behaupteten sich die beiden auch nach Klasse am meisten empfohlenen Pferde, hatte Rascacio doch sogar schon in St.Moritz auf sich aufmerksam gemacht.

Ganz viel Eindruck machte an diesem Sonntag bei der Wambeler Mammutkarte von zwölf Rennen auch der dreijährige England-Import Serevi (Adrie de Vries, Foto) aus dem Stall von Trond Hansen. Der Dreijährige bestätigte nach der Dreierserie am letzten Samstag die große Form von Besitzer Lucien von der Meulen.

Im ersten Ausgleich III gab es auf Norbert Sauers Gordion mit 68:10 noch eine sehr ordentliche Quote. Jenny Dormann teilte dem Vierjährigen alles bestens ein. Im Gegensatz zur Vorwoche konnten sich diesmal auch eine Reihe von Speedpferden behaupten.

Irish Greens Betreuer Wilfried Kujath legte mit dem Start-Ziel unter Andre Best im zweiten Ausgleich III den Ton angebenden Ronan (39:10) noch einen weiteren Punkt nach, schaffte eine einhundertprozentige Ausbeute.

Im erstmals ausgetragenen ‚Rennen des Tages‘ gab es (zumindest auf den ersten drei Plätzen) ein erstaunlich formgemäßes Ergebnis, als der auf 29:10 heruntergewettete Sheldon (Steffi Hofer/Heinz Hesse) der Konkurrenz mit 14 Längen davonspazierte und Sweet Fighter, To all sowie Senhor einfach stehenließ. Die Viererwett-Quote (es gab einen Jackpot von 10.000 Euro) betrug 17.522:10 Euro.

Von den rund 51.000 Euro Umsatz in dieser Prüfung kamen annähernd 29.000 Euro aus der Viererwette. Sie wurde 21 mal getroffen. Wäre man dem Tipp in der Sport-Welt gefolgt, hätte man die hohe Auszahlung kassiert.

Zum Abschluss sorgte Claudia Barsigs Don Quatro als 400:10-Chance mit Alexander Pietsch für einen Toto-Schocker. Der Gesamtumsatz betrug 260.265 Euro, war damit so hoch wie noch nie in diesem Winter. Die neuen Maßnahmen und das Mammutprogramm zeigten also eine positive Wirkung.

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