‚Heute hat er vergessen anzuhalten, er ist so schnell gelaufen, wie man es aus früheren Zeiten von ihm kannte, er ist wieder da.‘ Rennkommentator Manfred Chapman brachte es auf den Punkt: Gary Tanakas Simonas (Foto) hat die Bestform wiedergefunden. Nach einer Reihe von Enttäuschungen kehrte der Globetrotter, der in den verschiedensten Ländern schon mehr als eine halbe Million Euro eingaloppiert hatte, wieder auf die Siegerstraße zurück.
95:10 stand der von Andreas Wöhler trainierte siebenjährige Wallach am Totalitor in der Heel-Baden-Württemberg-Trophy. Eine hohe Quote, wenn man sich an früheres Laufvermögen des Sternkönig-Sohnes erinnert. Eduardo Pedroza überlistete Simonas förmlich.
An letzter Stelle schaute er sich mit dem Schimmel zunächst den Gang der Dinge an, während der Schweizer Gast Glavalcour einen sehr flotten Takt in dieser Gruppe-III-Prüfung über 60.000 Euro über 2200 Meter anschlug. Chiron und Mohandas waren bald prominent, auch Inter Mondo hatte innen eine günstige Lage.
Im Einlauf schob sich früh Mohandas in Front, schien den bei der Großen Woche knapp verpassten Gruppe-Treffer nun nachholen zu können. Doch auf dem letzten Wegstück wurde man plötzlich auf Simonas aufmerksam. Der Wöhler-Schützling rollte außen das Feld auf, bekam alles noch locker mit einer dreiviertel Länge geregelt.
Mohandas (Terry Hellier) unterlag in allen Ehren, doch war es schon bitter, zum zweiten Mal so knapp an einem Top-Erfolg vorbeizuschrammen. Der Ittlinger Kiton (Torsten Mundry) stieß auf gar nicht mehr passendem Boden auf Rang drei vor, kämpfte verbissen, gefolgt von Chiron, Soterio und White Lightning, der einen guten Moment nicht durchstand.
Inter Mondo klinkte sich schon im Schlussbogen aus, der Favorit Bailamos fand von hinten keine freie Passage und blieb wirkungslos.
‚Simonas hatte eigentlich immer einen guten Eindruck gemacht, aber im Rennen den letzten Biss vermissen lassen. Die Aufgabe war verlockend. Wir hatten auf Tempo gehofft‘, erklärte Trainer Andreas Wöhler. ‚Er ist gesund und munter und wird sicher noch weiter laufen.‘
6531 Zuschauer (im Vorjahr waren es 6142) erlebten die acht Prüfungen. Es flossen bei bestem Rennwetter 636.379 Euro durch die Kassen, was ein erfreuliches Plus von 4,35 Prozent gegenüber 2005 bedeutet.











