Au?enseiter Shoshoni ?berrascht im Super-Handicap

Mit dem Großen Preis der Sparkasse Hannover stand am Freitag auf der Neuen Bult ein echtes Super-Handicap an, denn um 20.000 Euro geht es in einem Ausgleich II in Deutschland nur sehr selten. So war es kein Wunder, dass es in dem 2000 Meter-Rennen vor Formpferden nur so wimmelte. Eine Ausnahme machte der von Axel Kleinkorres trainierte Shoshoni, denn der Wallach, im Besitz und aus der Zucht des Pferdefotografen Marc Rühl, war in dieser Saison überhaupt noch nicht gelaufen.

Man hatte auch seinen Trainingsgefährten Manolito, der zuletzt noch in Baden-Baden erfolgreich gewesen war, höher eingeschätzt. Und so ging der Fünfjährige unter Jockey-Oldie Viktor Schulepov zu einer Quote von 357:10 als größter Außenseiter ins Rennen. Doch das hinderte den Noroit-Sohn nicht an einem souveränen Start-Ziel-Sieg. Der russische Jockey gab ausgangs des Schlussbogens noch einmal richtig Gas. Und dieser Tempoverschärfung konnte zunächst kein Gegner folgen. So hatte er in der Zielgerade einen bequemen Vorteil und sein Sieg stand zeitig fest (Video ansehen).

Der Favorit Slowfoot kam mit einer guten Schlussleistung noch auf den zweiten Platz, als Dritter machte Manolito das gute Ergebnis für Trainer Axel Kleinkorres perfekt. Für Schulepov, Deutschlands ältesten Jockey, war der Sieg ein verspätetes Geburtstagsgeschenk, denn er war erst vor wenigen Ragen 54 Jahre alt geworden.

Grund zur Freude hatte auch Werder Bremen-Manager Klaus Allofs, denn der im Mitbesitz des ehemaligen Fussball-Nationalspielers stehende Königstiger-Sohn Collodi gewann unter Andrasch Starke das erste der beiden Dreijährigenrennen. Leicht mit vier Längen Vorsprung siegte der Hengst, für den es bereits der zweite Saisonsieg war, Start-Ziel gegen Spicy. Die Enttäuschung des Rennens war Rock my Heart, die zuletzt noch in Listen- und Grupperennen angetreten war, diesmal aber in der Zielgeraden überhaupt nicht weiter kam und als 15:10-Favoritin nur Vierte und damit Vorletzte wurde.

Das zweite Dreijährigenrennen, das über 2000 Meter führte, und nur für die Stuten offen war, gewann die von Christian Sprengel trainierte Caitania, die unter Adrie de Vries sicher gegen Aliana gewann. Für den Lokalmatador Christian Sprengel war es bereits der zweite Sieg, denn auch das erste Rennen des Abends war durch die toll gezogene Stute Ninas Rainbow in seinen Stall gegangen. Diese sollte eigentlich von Top-Azubi Maxim Pecheur geritten werden, doch der 21jährige hatte im Stau gestanden und so übernahm Champion Filip Minarik den Ritt. Eine Stunde später war Pecheur dann aber doch an der Reihe, als er für die hannoversche Trainerin Marion Rotering mit A Mighty Heart das dritte Rennen des Abends gewann.

Und es gab sogar noch einen vierten Sieg für die hannoversche Trainingszentrale, als Stefan Wegners Herreshoff unter Jennifer Korbus (dritter Sieg) im Ausgleich IV auf der Meile erfolgreich war. Die beiden letzten Rennen gewann Trainer Pavel Vovcenko mit Kazzio und Anna Moheba. Ersterer wurde von Filip Minarik geritten, der somit auch auf zwei Tagessiege kam.

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