Mit dem bwin BBAG Auktionsrennen Dresden steht in Seidnitz am Samstag noch einmal ein Highlight der Saison in Sachsen an, denn in dem Dreijährigenrennen über 1200 Meter geht es um 52.000 Euro. Fast die Hälfte der ausgelobten Summe winkt dem Sieger. Und wenn man nach der Papierform geht, dann könnte dieser aus dem Trio kommen, das schon im Münchener Auktionsrennen (dort trafen sieben der diesmal zwölf Starter bereits aufeinander) die Dreierwette bildete.
Damals siegte der von Peter Schiergen trainierte Ittlinger Chapman unter Filip Minarik, der ihn auch am Samstag wieder reitet, mit einer dreiviertel Länge vor dem Auenqueller Zarras, hinter dem Cabanello aus dem Championquartier von Andreas Wöhler Dritter wurde. „Kann ja wieder so kommen“, sollte man meinen, doch so einfach ist die Sache nicht, denn sowohl die Distanz, als auch die Gewichte haben sich gegenüber Riem verändert.
Zunächst einmal geht es am Samstag über eine 200 Meter kürzere Strecke als in München, was nicht unbedeutend ist. Denn in der bayerischen Metropole kam Chapman erst auf den letzten 150 Metern in Vorteil. Aber auch Uwe Ostmann (siehe „Nachgehakt“) würde seinen Zarras lieber über 1400 Meter sehen. Noch entscheidender könnte die Distanz sich aber für Cabanello auswirken, denn der kam in München fast als Letzter in die Zielgerade, und drehte dann an der Außenseite noch ganz stark auf.
Über 1200 Meter ist der Strategic Prince-Sohn, der am Samstag eines von fünf noch sieglosen Pferden im Feld ist, überhaupt noch nicht gelaufen. Und dann sind da ja noch die Kilos. Chapman trägt neun Pfund mehr als bei seinem Sieg, Zarras zwei Kilo mehr, und Cabanello zwei Kilo weniger, so dass der Unterschied zwischen dem Ittlinger und dem Wöhler-Schützling, die in Riem nur eineinhalb Längen voneinander entfernt waren, diesmal sechseinhalb Kilo beträgt.
Aus dem Kreis der anderen Starter bietet sich in erster Linie noch die Lokalmatdorin Al Quintana aus dem in dieser Saison mit großem Erfolg operierenden Stall von Stephan Richter an, die eventuell auf den Spuren ihrer Stallgefährtin Timara wandeln könnte, die das Rennen im Vorjahr als 104:10-Außenseiterin für sich entscheiden konnte.
Ohnehin sind die Pferde des Stalles Oberlausitz genau in diesem Rennen immer brandgefährlich. Interessantes Detail: Mit Sternenwelt, Sturmwolke, Noble Fantasy, Miss Coral, sowie den erwähnten Zarras und Chapman stellt die Deckhengst-Legende Big Shuffle gleich die Hälfte der zwölf Starter.
Komplettiert wird das Feld durch Monaco Franze, Villanesco (waren beide schon in München ohne Siegchance), Zenturios und Indian Lovesong, die auf einem vorderen Rang aber allesamt eine Überraschung wären.











