Auktionen in Baden-Baden ohne eine parallele Rennveranstalung abzuhalten, erscheinen nach dem Ergebnis der Frühjahrsauktion als eher schwierig. Das zeigt das Ergebnis der diesjährigen Frühjahrsauktion. Diese endete am Freitag mit einem durchwachsenen Ergebnis unter jedoch sicher schwierigen Umständen im gesamten deutschen Galopprennsport.
Insgesamt erreichten zehn Pferde einen Verkaufspreis von über 10.000 Euro. Nicht unerwartet beendeten Bansha House Stables und Huggan Bloodstock den Tag als führende Verkäufer vor dem Gestüt Auenquelle. Der Gesamtumsatz erreichte 659.900 Euro, im Vorjahr waren es noch 910.900 Euro gewesen, was einem Median von 6.897 Euro (8.801) und einem Durchschnittspreis von 7.332 Euro (9.690) entspricht. Insgesamt wurden 90 (94) Pferde von 105 (113) Lots im Ring zugeschlagen und eine Verkaufsrate von 86% erzielt, die damit leicht über der des Vorjahres liegt.
Den Höchstpreis erreichte mit 45.000 Euro die Lotnummer 123 aus dem Nachtragskatalog, die Racing Factory SNC im Kundenauftrag von Giovanni Martone ersteigerte. Er ist auch Besitzer des Gruppe I-Siegers Estejo, der bei Ralf Rohne im Training ist, der nun auch der Betreuer des Zweijährigen sein wird.
Der von Huggan Bloodstock angebotene kapitale zweijährige Fuchshengst ist ein Danehill Dancer-Sohn der Sadler’s Wells-Stute Arpege, die aus einer Verbindung mit Danehill Dancers Vater Danehill bereits den listenplatzierten Beau Vengeur vorweisen kann. Arpege interessiert ferner als rechte Schwester des hierzulande im Grossen Preis von Düsseldorf erfolgreichen Sadler’s Wells-Sohnes Crimson Tide sowie der weiteren Stakes-Sieger Tamarind und Arosa aus der Familie des Epsom und Irish Derby-Siegers Shahrastani.
Nach zügig abgelaufener Breeze Up mit sehr guten Vorstellungen war die Stimmung auf dem Auktionsgelände bei bestem Wetter recht gut. Die BBAG-Geschäftsführerin Carola Ortlieb konstatierte am Ende des Tages mit gemischten Gefühlen:
„Sehr positiv war die ungemein professionelle Breeze-Up mit sehr guten Galopps. Auch war die Breeze-Up noch nie so gut besucht, und auch auf dem Auktionsgelände war es richtig voll.
Die Franzosen und die Italiener sowie Osteuropa haben sehr gut gekauft und mit Sicherheit auch so manches Schnäppchen gemacht. Und man sieht gerade an der heutigen Epsom Oaks-Siegerin, dass sowas geht, die hat nämlich als Jährling nur 1.800 Guineas gekostet! Die Preise waren runter, aber dass sind sie überall. Wir hätten uns wohl etwas mehr Unterstützung durch die deutschen Besitzer und Trainer gewünscht.“
Winning Bloodstock erhielt bei 34.000 Euro den Zuschlag für Bansha House Stables Katalognummer 115, einer zweijährigen Invicible Spirit-Tochter als rechte Schwester des bereits zweijährig gruppeplatzierten Invincible Force aus der Familie des Top-Meilers und Champion-Deckhengstes Be My Guest. Winning Bloodstock erwarb vor allem auch Huggan Bloodstocks Lotnummer 87 für 20.000 Euro, einen zweijährigen Spartacus-Halbbruder des vielfachen Listensiegers Tawoos aus der unmittelbaren Verwandtschaft zu dem Prix Lupin-Sieger Cloudings.
Ebenfalls 20.000 Euro kostete Mario Hofer die Nummer 29 als weiteres Angebot von Con Marnanes Bansha House Stables, eine zweijährige Iffraaj-Halbschwester der Listensiegerin und in Deutschland in der Grossen Hessen-Meile gruppeplatzierten Fasliyev-Tochter Trip To The Moon aus der Familie des Champion-Deckhengstes Bellypha.











