Der Aufsteiger der Saison ist zweifelsfrei Durban Thunder (Foto links), dessen Siegeszug in Baden-Baden vorläufig bereits gestoppt schien, als Representing für’s Auge als Erster das Ziel in der Engelbert Strauss-Strophy (Gruppe III) passiert hatte. Doch die Zielphotographie wies einen Nasen-Erfolg Durban Thunders aus, der damit den Weg von einem sieglosen bis zum Gruppesieger bewältigt hatte.
Und das binnen wenig mehr als einem halben Jahr. Ein Meisterstück ist es jetzt schon von Trainer Torsten Mundry, der wie sein Lehrmeister Peter Rau dafür bekannt ist, seinen Schützlingen immer genügend Zeit zur Entwicklung zu gewähren. Wie im Fall Durban Thunder. Der Samum-Sohn erblickte erst im Frühjahr das erste Mal eine Rennbahn, doch das Warten hat sich offenkundig für den Stall Tinsdal um Hubertus Schmelz gelohnt.
Am Sonntag setzt Durban Thunder nun also zum nächsten Sieg an, wenn erneut Norman Richter den wenig geprüften Hengst im Rashit Shaykhutdinov-Cup, dem aus Frankfurt übernommenen ehemaligen Hessen-Pokal reiten wird.
Fünf Siege hat Durban Thunder im Jahr 2010 schon erreicht, und es würde niemanden so richtig überraschen, wenn Treffer Nummer sechs, der unter Höchstgewicht erlaufen werden muss, folgt. 58,5 Kilogramm muss Durban Thunder im Gruppe III-Event über 2000 Meter tragen und damit mindestens ein Kilogramm mehr schultern, als die Konkurrenz.
Doch muss seine Entwicklung noch lange nicht am Ende sein. Zu einem großen Gegner könnte sich Stall German Racing Clubs Derbysechster 2009 Ordenstreuer aufschwingen. Der nun von Hans Walter Hiller trainierte Nayef-Sohn meldete sich mit einer bärenstarken Form in Saint-Cloud zurück, als er unter anderem den Sauer-Crack Eminem knapp auf Distanz hielt.
Erfolgsjockey in Frankreich war Stephane Pasquier, der auch in die Westfalen-Metropole reist, um Ordenstreuer zu seinem ersten Gruppetreffer zu verhelfen.
Weiterhin interessant könnte Toughness Danon sein, der nach einer Auszeit in diesem Jahr erst einmal in Frankreich lief und sich dort den nötigen Schliff für die Dortmunder Aufgabe geholt haben könnte.
Andreas Wöhlers Fürstenberg-Rennen-Sieger 2009 lief im letztjährigen Derby immerhin auf den dritten Platz und sollte in Einstellung seiner Bestform eine scharfe Klinge schlagen können. Der Deutsche Meister der Jockeys, Eduardo Pedroza, übernimmt den Ritt auf dem Tiger Hill-Sohn.
Waldemar Hickst’s Zaungast ist an einem guten Tag immer gefährlich und hat in dieser Rennzeit auch schon ein Listenrennen gewinnen können. Gleiches gilt für Falun, dessen Speedwirbel in Düsseldorf ihn noch zum Listensieg führte.
Auf den ersten Gruppesieg wartet der von Andreas Trybuhl vorbereitete Pentire-Sohn allerdings noch. Sun Society wagt sich in sehr starke Konkurrenz und kann nur als großer Außenseiter gelten.
Die dreijährige Wittekindshoferin Elle Shadow, die im Preis der Diana schon wie die Siegerin aussah, könnte allerdings schärfste Rivalin von Durban Thunder werden. Andrasch Starke reitet die Shamardal-Tochter für Trainer Peter Schiergen. Elle Shadow steht recht günstig in der Partie und könnte somit zum Zünglein an der Waage avancieren.










