Aufregung in Frankfurt: Bald Fu?b?lle statt Galopp-Pferde?

Die Head in der auf www.bild.de/regional am Dienstag veröffentlichen Geschichte über die Zukunft der Frankfurter Galopprennbahn war schon reißerisch: „Rennbahn stirbt, DFB-Zentrum kommt“. So stand es in großen Lettern und die Sub-Head „Mega-Projekt kurz vor dem Abschluss“ ließ auch nichts Gutes verheißen, was den Galopprennsport in der Mainmetropole angeht.

Worum geht es? Bereits vor einigen Wochen war in der Frankfurt Allgemeinen Zeitung – Rhein-Main – ein Kommentar mit der Überschrift: „Im Galopp zu neuem Ärger“ über Mietschulden der Hippodrom GmbH, deren Hauptgesellschafter Manfred Hellwig ist, zu lesen.

Die Stadt Frankfurt erwäge als Eigentümer des 40 Hektar großen Grundstückes, auf dem sich auch die Galopprennbahn in Niederrad befindet, eine Klage gegen eben diesen Betreiber der Bahn. Auf unsere Rückfrage hin dementierte Manfred Hellwig diese Vorwürfe und sprach von einem „Aufrechnungspotenzial“, das er gegenüber der Stadt Frankfurt besäße. Aus dem Umweltdezernat kam die Antwort: „…dem Umweltdezernat, genauer gesagt dem Grünflächenamt, kommt lediglich als Flächeninhaber und Verpächter eine administrative Rolle zu. Es geht seiner Aufgabe als Liegenschaftsinhaber nach. Zu verwaltungsrechtlichen laufenden Verfahren äußern wir uns prinzipiell nicht.“

Nun hat diese ganze Geschichte eine offenbar ganz neue Dimension bekommen, denn die Stadt Frankfurt hat das Rennbahngelände dem Deutschen Fußball-Bund, der ein geeignetes Gelände für sein lange gewünschtes Kompetenz-Zentrum sucht, angeboten.

Auf Anfrage der „Sport-Welt“ bestätigte Manfred Hellwig am Mittwoch, dass es diese Verhandlungen zwischen dem DFB und der Stadt Frankfurt gäbe. Aber es gibt auch Gespräche mit Manfred Hellwig und der Stadt Frankfurt. „Wir loten aus, was wir zum Wohle der Stadt Frankfurt und der Rennbahn bewegen können. Dass der DFB in Niederrad eine Fläche für sein Kompetenz-Zentrum bekommt, heißt nicht zugleich, dass mit den Galopprennen in Frankfurt Schluss sein muss.

Der DFB benötigt für seine Sache rund 15 Hektar und das ganze Gelände umfasst 45 Hektar, wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen“, so Manfred Hellwig.

Ganz offensichtlich gibt es für den Deutschen Fußball-Bund mehrere Optionen, wo man das Kompetenz-Zentrum errichten könne. Der Name Berlin fällt in diesem Zusammenhang auch. Die Entscheidung des DFB-Präsidiums um Präsident Wolfgang Niersbach soll laut Manfred Hellwig am 21. März fallen. In der „Bild“ wird zitiert: „Das Angebot der Stadt Frankfurt an den DFB ist fast unablehnbar.“

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