Was für ein Erfolg für die deutsche Vollblutzucht beim dritten Tag des Royal Ascot Meetings! Nach dem Sieg des aus der Monsun-Tochter Give me Five stammenden Colour Vision im Ascot Gold Cup, gab es durch den von Jens Hirschberger (Foto) trainierten dreijährigen Schlenderhaner Energizer kurze Zeit später auch noch einen weiteren Erfolg!
Als 85:10-Chance kam der Monsun-Sohn, der zuletzt Vierter im Mehl-Mülhens-Rennen in Köln war, unter Schlenderhan-Stalljockey Adrie de Vries in den Tercentenary Stakes (Gr.III, 70.000 Pfund, 2000 m) für den Derbyjahrgang an den Start.
In einem sicher qualitativ überschaubaren Feld von elf Pferden sah man den deutschen Vertreter dabei zunächst in hinteren Regionen, er galoppierte unterwegs ungefähr an neunter Position.
Noch in die Zielgerade hinein war der Hengst hinten auszumachen, doch man sah bereits, dass Adrie de Vries die Hände noch voll hatte.
An der Außenseite setzte er den Schlenderhaner ein und nach und nach sammelte Energizer die Gegner ein. So war früh zu erkennen, dass es einen deutschen Sieg geben würde.
Zweieinhalb Längen Vorsprung hatte Energizer im Ziel vor dem Außenseiter Stipulate, hinter dem Rewarded Dritter wurde. Knapp 40.000 Pfund verdiente Energizer mit diesem Sieg, der ein weiteres Kompliment an den diesjährigen deutschen Derbyjahrgang ist.
Dem Schlenderhan-Team gelang mit dem Erfolg von Energizer ein echter Coup. Und man schrieb Turf-Geschichte, denn Energizer ist nun der erste und bislang einzige in Deutschland trainierte Sieger beim Royal Ascot-Meeting.
‚Nach dem Mehl-Mülhens-Rennen haben wir gesehen, dass 1600 Meter zu kurz für ihn sind. Also haben wir die Ausschreibungshefte nach einem Rennen auf weiterem Weg durchsucht und haben dieses Rennen gefunden. Es ist toll, einen Sieger beim Royal Ascot-Meeting zu haben‘, so Jens Hirschberger nach dem Rennen.
‚Das war erst mein zweiter Ritt in Ascot und dann ein Sieg. Das ist ein tolles Gefühl. Der Boden war ideal für ihn‘, ergänzte Adrie de Vries.












