Die Wetter hatten in der Großen Hessen Meile in Frankfurt-Niederrad das richtige Näschen. Sie hatten Gestüt Röttgens Spectrum-Sohn Aspectus (Foto) zum 22:10-Favoriten gemacht. Und dieser Rolle wurde der Schützling von Hans Blume unter Derby-Siegjockey Fredrik Johansson dann auch vollauf gerecht. Er gewann das Gruppe III-Rennen ganz sicher.
Johansson ließ sich unterwegs von dem wie erwartet vorne gehenden Apollo Star führen, hatte diesen bei seinem Angriff in der Zielgeraden aber rasch im Griff. Die französische Gaststute Trip to the Moon, die vor dem Rennen noch den Besitzer gewechselt hatte, war zwar in Angriffsposition, gefährden konnte sie den Favoriten aber ebensowenig wie der Dreijährige Alaska River.
Dieser musste sogar noch den dritten Platz an den gut endenden König Turf abtreten, der in Hamburg noch vor Aspectus gewesen war, diesmal aber vom Gewicht her ungünstiger stand, und auch den Boden nicht so passend fand, wie auf der Derbybahn. ‚Der Sommer kam einen Tag zu früh‘, scherzte sein Trainer Christian Sprengel.
Gute Laune hatte natürlich auch Hans Blume, der somit nach dem Longchamp-Sieg von Bussoni am Samstag in weniger als 24 Stunden zu seinem zweiten Gruppetreffer kam.
‚Ich hatte dem Jockey gesagt, er solle entweder vorne gehen, oder an zweiter Stelle, wenn er ein passendes Führpferd finden würde. Und das hat er dann auch gut umgesetzt‘, so Blume, der nach dem Hamburger Laufen von Aspectus nicht so erfreut über den Ritt von Adrie de Vries gewesen war.
Wo es mit dem Röttgener weitergeht, ließ der Trainer noch offen, Nennungen besitzt Aspectus für den Großen Dallmayr-Preis und die Pferdewetten.de-Trophy in Hannover.
Der erste Zweijährigenstarter gleich der erste Sieger: Dieses Kunststück gelang Asterblüte-Trainer Peter Schiergen, als die von ihm trainierte Ebbesloherin Goose Bay ein Maidenrennen für den jüngsten Jahrgang souverän für sich entschied. Stalljockey Andrasch Starke hatte mit der Groom Dancer-Tochter keine Mühe, Mona Lisa und Zauberstar auf die Plätez zwei und drei zu verweisen.
Dass seine Pferde derzeit in nahezu bestechlicher Form agieren, bewies der Championtrainer dann auch eine halbe Stunde später, als der Madresal-Bruder Medan bei seinem Debut gleich den haushohen Favoriten Fighting Johan auf die verliererstraße schickte. Natürlich saß auch hier Andrasch Starke im Sattel.
Den Dubai-Frankfurter Partner Cup, das mit 15.000 Euro dotierte Rennen für Arabische Vollblüter, gewann wie erwartet der Ausnahme-Araber Robbie aus dem Stall von Andreas Trybuhl. Bei seinem elften Start kam der Makzan-Sohn unter Adrie de Vries zu seinem siebten Sieg.
Im Ausgleich II über 2000 Meter konnte sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison der von Werner Glanz für den Stall Wille trainierte Waky Nao-Sohn Maremotto durchsetzen, der von der Spitze aus unter Andreas Helfenbein gegen Northern Glory hinkam, womit es einen Münchener Einlauf gab. Nur als Dritter kam der favorisierte Dreijährige Rapid River über die Linie, der in der Endphase aber auch nicht das beste Rennen hatte.










