Was für ein Wochenende für das Gestüt Röttgen! Die Traditionszuchtstätte aus Heumar gewann nicht nur den Großen Freiberger Premium-Preis am Samstag in Dresden, sondern mit dem 171. Oppenheim-Union-Rennen am Sonntag in Köln auch die zweite und vor allen Dingen wesentlich wichtigere Derbyvorprüfung der letzten beiden Tage.
Hatte sich am Samstag noch der Kallisto-Sohn Dickens mit einem Kampfsieg für Hamburg empfohlen, so war es am Sonntag in Köln der Winterfavorit Aspectus, der sich nach seinem Pech im Mehl-Mülhens-Rennen und dem französischen Derby rehabilitieren und eindrucksvoll zurückmelden konnte.
Nach einem tollen Ritt von Andrasch Starke brachte der Spectrum-Sohn dem bislang ungeschlagenen Ittlinger Lauro die erste Niederlage bei.
Lauro hatte hinter dem Pacemaker Lucky Galic unterwegs die zweite Position inne, schritt in der Geraden aber bald zum Angriff. Der Spitze konnte er sich aber nur für Sekunden erfreuen, denn sofort war auch Aspectus zur Stelle und an der 400 Meter-Marke mit viel Schwung vorbei.
Da war die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet, auch wenn Lauro auf den letzten Metern noch einmal anpackte und einen Überraschungsangriff auf die 44:10-Chance startete.
‚Sicher, eine Länge‘, so lautete der Richterspruch und die Karten für Hamburg werden nun wieder ganz neu gemischt. Platz drei ging an Oriental Tiger, Vierter wurde der bislang ebenfals noch ohne Niederlage gewesene Imonso.
‚Ich war schon vorher überzeugt von ihm, in Frankreich ist er ständig behindert worden. Der Rennverlauf heute war optimal. Als er in Front war, fing er aber noch an zu gucken‘, so Hans Blume, der für Hamburg also bestens gerüstet zu sein scheint.
‚Der Rennverlauf war, o.k., er ist aber wohl der größere Steher als Aspectus‘, erklärte Championtrainer Peter Schiergen zu Lauro, dem auch bei seiner ersten Niederlage kein Zacken aus der Krone gefallen sein dürfte und der weiter ein heißer Kandidat für das ‚Blaue Band‘ ist.
Zufrieden war man natürlich auch im Lager von Oriental Tiger, der mit der weiten Distanz keine Probleme hatte.
Der Ausgleich I ging an den Fährhofer Quijano (Filip Minarik), der seiner großen Erfolgsserie treu blieb.
Bei heißer Witterung blieb man mit 418.659,50 Euro um rund fünf Prozent unter dem Umsatz-Vorjahresergebnis.










