Vor Jahren hatte er in der internationalen Szene des Hindernissports eine ausgezeichnete Rolle gespielt. Inzwischen stellt sich der elfjährige Artifax nicht mehr auf derartigem Terrain vor, startet als Elfjähriger nur noch in Deutschland. Das aber mit weiterhin gutem Erfolg. Bei allen drei diesjährigen Starts war er im Geld, gewann im Mai in Bremen ein Jagdrennen, um danach auf die Hürdenbahn zu wechseln, wo ein zweiter und ein dritter Platz heraussprangen.
Im Preis der Förderkreis Hindernisport, dem früheren Preis des Murgtals, lieferte er vor den 10.500 Besuchern die beste Saisonleistung ab, als er diese über 4150 Meter führende Listen-Prüfung für die Hürdler von der Spitze aus dominierte und mit klarem Vorsprung vor dem tschechischen Gast Piedmont sowie Urban, einer Neuerwerbung des Stalles Grimminger aus Irland, die Ziellinie passierte.
Vlastislav Korytar saß im Sattel des von Uwe Stoltefuß (Foto) trainierten Artifax, der dafür sorgte, dass die Besitzerin Svetlana Lau ihren bislang größten Erfolg feiern konnte.
In der Maurice Lacroix-Trophy hatte der Mülheimer Stall von Trainer Uwe Ostmann ein doch ernüchterndes Ergebnis mit dem früh geschlagenen Zarrado hinnehmen müssen. Etwas mehr als eine Stunde später war die Welt wieder halbwegs in Ordnung, als der im Besitz von Berkshire Bloodstock, einem in Florida ansässigen Besitzer, befindliche Omkareshwar unter Andreas Suborics den Japan Racing Association-Cup, einen 1400-Meter-Ausgleich, von der Spitze aus gewann.
Trainer Uwe Ostmann hatte den Glauben an den in den USA gezogenen Brahms-Sohn, der sich zu Beginn seiner Laufbahn recht schwer getan hatte, nie verloren und sollte Recht behalten. Mittlerweile befindet sich Omkareshwar in der höchsten Ausgleich-Klasse und weist fünf Siege auf.
„Der Hengst ist ein unglaublicher Kämpfer, dem der Jockey das Rennen aber auch toll eingeteilt hatte“, lobte der Trainer sowohl Pferd als auch Reiter. Schon früh hatten sich Aturo und Laokoon als seine Hauptgegner erwiesen, die dies auch bis zum Ziel blieben, wobei Aturo erst nach härtestem Widerstand um einen Hals unterlag. Event Open und Glad Eagle, die sich zuletzt noch im Riemer Auktionsrennen einen tollen Kampf um den Sieg geliefert hatten, blieben auch heute wieder dicht beieinander, diesmal allerdings im geschlagenen Feld.
Fünf Tage nach seinem ersten Meeting-Sieg war der von Besitzertrainer Dirk Baltromei aufgebotene New Fan erneut erfolgreich und geht wie Mack Summerland als zweiter Doppelsieger der „Großen Woche 2008“ in die Historie ein. Wie am Sonntag hieß der Siegreiter Lennart Hammer-Hansen, der mit fünf Erfolgen ein gutes Meeting absolviert, unter der Woche am Dienstag aber auch noch im schwedischen Täby/Stockholm während eines großen Renntages einen Sieger über die Ziellinie brachte.
Für Andrasch Starke und Andreas Suborics ging das Meeting am Freitag zu Ende, denn beide sind am Wochenende international im Einsatz; Starke in Kanada und Suborics in der Türkei, wo er in den vergangenen Jahren bereits einige Siege erzielte.











