He is back. Das war das Fazit nach dem Prix de l’Arc de Triomphe. Gemeint ist der Englische Derbysieger Workforce. Denn seine Pleite in den King George machte der King’s Best-Sohn am Sonntag mehr als vergessen.
Nach seinem Sieg im Englischen Derby, gewann der von Sir Michael Stoute trainierte Hengst auch das wichtigste Rennen der Welt. Und 86:10 (58:10 auf Platz!) war dabei ein echter Super-Kurs für alle Wetter, die dem Brauen nach der Ascot-Pleite in Longchamp eine zweite Chance gaben.
Der englische Top-Jockey Ryan Moore ritt ein sensationelles Rennen und ließ bis zum letzten Galoppsprung von Workforce seine Klasse aufblitzen und hatte sicher erheblichen Anteil am Erfolg von Workforce, der den bärenstark laufenden Japaner Nakayama Festa für Platz zwei in die Knie zwingen konnte. Dritter wurde die Stute Sarafina, die vor dem Favoritien Bekhabad nicht besser hätte laufen können.
Und wo waren die deutschen Hoffnungen? Am besten verkaufte sich der, dem man am wenigsten zugetraut hatte: Liang Kay! Unter Stephane Pasquier hatte dieser sogar ein denkbar schlechtes Rennen, wurde Mitte der Geraden maßgeblich gestört und verlor entscheidenden Schwung für einen Platz weiter vorne.
Am Ende wurde Liang Kay genau Neunter (Planteur wurde disqualifiziert und Liang Kay daher einen Platz nach vorne gestuft), die Insider waren sich sicher, dass ohne die Behinderung Platz sechs im Super-Arc drin gewesen wäre.
Während sich das Liang Kay-Team mit Schulterklopfern für eine dennoch gute Leistung in Longchamp zufrieden geben musste, hatten immerhin die mutigen Liang Kay-Wetter noch etwas Spaß, die auf RaceBets.com’s verrückte Wette aufsprangen, ob Liang Kay unter den ersten zehn landen würde, wofür zunächst lohnende 150:10 offeriert wurden.
‚Liang Kay ist in dieser Klasse hervorragend gelaufen. Die Behinderung hat ihn eine bessere Platzierung gekostet, das ist ganz klar. Das war schon eine extreme Störung, die ihn richtig aus dem Tritt gebracht hat‘, resumierte Trainer Uwe Ostmann gegenüber GaloppOnline.de.
Neben Liang Kay hatten zahlreiche weitere Pferde ein schlechtes Rennen, Sarafina und Fame And Glory hatten das Glück auch nicht gepacht und wurden ebenfalls um mehr gebracht. In einem wilden Rennen, welches die Stewards nachher lange untersuchten, wurde Planteur von Platz sechs dann auch auf den letzten Platz zurückgestuft.
Und wo landete der Schlenderhaner Wiener Walzer? Auf weichem Untergrund fand der Dynaformer-Sohn nie in die Partie und kam aus hinteren Regionen nie weg. Der Ammerländer Lope De Vega ging noch in die Gerade herein bestechend, musste aber ebenfalls schnell passen, was auch für den Etzeaner Timos galt.
Für Trainer Sir Michael Stoute war es der überhaupt erste Sieg im Prix de l’Arc de Triomphe. ‚Er hat in den King George stark enttäuscht und es war eine wahre Teamleistung, ihn wieder zurückzubringen. Ich sage das nicht als Cliche, sondern es war so. Das ganze Team hat geholfen, ihn wieder zum wahren Workforce zu machen. Und dann dieser Ritt. Einfach nur gigantisch. Jockey und Pferd haben alles klasse gemacht‘, so Trainer Sir Michael Stoute nach dem mit vier Millionen dotierten Rennen.
Workforce, der das Englische Derby in diesem Jahr in einer neuen Bahnrekordzeit gewonnen hatte, steht im Besitz von Khalid Abdullah, der live vor Ort in Longchamp weilte. Für diesen, Sieger im Arc schon mit Rainbow Quest, Dancing Brave und Rail Link, war es der schon vierte Treffer.
Und ein Jahr nach Sea the Stars gewann wieder ein englischer Derbysieger den Arc. Workforce ist zudem der zwölfte in England trainierte Sieger des Pariser Legenden-Rennens in dessen Geschichte.












