Viele nennen sie den Sommer-Arc. Die King George Stakes in Ascot. Und nun hat es ausgerechnet unsere einzige Arc-Siegerin aller Zeiten geschafft, genau dieses Giganten-Rennen Englands auch noch zu gewinnen.
Das Giganten-Doppel. Die Brümmerhoferin Danedream hat es geschafft. „Sie hat gezeigt, dass der Arc kein Fluke war und bewiesen, dass sie eine Ausnahmestute ist“, bringt es die Racingpost auf den Punkt.
Und wie erlebte Trainer Peter Schiergen einen der größten Momente einer ohnehin mit Erfolgen nur so gespickten Karriere? „Wie schon beim Arc habe ich das Rennen von der Tribüne verfolgt. Ich war erstmals nach dem Bau der neuen Tribüne in Ascot und die Anlage ist fantastisch geworden.
Unterwegs hatte ich wie beim Arc ein gutes Gefühl, die Stute gefiel mir, die Lage war gut und auch das ordentliche Tempo war nach ihrem Geschmack“, so der Coach exklusiv gegenüber GaloppOnline.de.
Schiergen weiter: „Als Andrasch sie dann auf freier Bahn hatte und sie anpackte, war klar, dass sie ein Riesenrennen läuft. Dass es dann auf dem letzten Galoppsprung geklappt hat, ist natürlich die Krönung und unbeschreiblich. Im Ziel dachte ich zunächst, dass es nicht ganz gereicht hätte.‘
‚Ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen ist immer etwas Besonderes, in England umso mehr. Und dann noch die King George. Ich glaube, wir müssen das alle erst einmal ein wenig sacken lassen.“ (Video ansehen)
Und wie lässt sich dieser Triumph mit dem Arc vergleichen? Lassen sich die Emotionen oder auch der Druck miteinander vergleichen?
„Der Druck war vor dem Arc deutlich höher als vor Ascot. Danedream hat durch ihren Sieg in Paris mehr erreicht, als man es erträumen darf. Sie musste es niemandem mehr beweisen. Nach Paris sind wir damals als Außenseiter gefahren, wussten aber, dass wir ein besonderes Pferd am Start haben. Daher war die Anspannung bei mir schon groß. In Ascot war das weniger.“
„Ein wenig Druck war natürlich schon da. Aber den haben wir uns im Zweifel selbst gemacht, beziehungsweise wurde dieser aufgebaut darüber, dass viele Danedream nach dem Laufen in Saint-Cloud abgeschrieben hatten und wir davon überzeugt waren, dass sie sich nicht verschlechtert hat und noch das Pferd aus dem Vorjahr ist.
Das hat sie nun bewiesen. Im Vorhinein wäre in diesem Weltklasse-Feld eine Platzierung schon gut gewesen, hatten das schon viele für unmöglich gehalten. Wenn alles passt, kann sie aber eben jedes Pferd der Welt schlagen. Ascot war unbeschreiblich, aber wenn ich beides vergleichen muss, würde ich sagen, dass der Arc-Tag noch einen Tick besonderer ist“, erläutert der Kölner Trainer weiter.
Noch am Abend des Rennens jettete Schiergen von London nach Berlin und nahm an einer Einladung des Rennclubs Hoppegarten teil. Im Rahmen mit zahlreichen Rennsportfreunden wurde in der deutschen Hauptstadt Deutschlands größter England-Triumph aller Zeiten bis spät in die Nacht gefeiert!












