„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ heißt ein Zitat von Weltmeister-Trainer Sepp Herberger. Im Fußball bedeutet das so viel wie, dass man sich nicht lange mit dem letzten Match aufhalten, sondern mit den gezogenen Schlüssen produktiv der Zukunft zuwenden soll. Zum geflügelten Wort wurde der Ausspruch, weil er allgemeingültig ist.
Wenden wir uns auf der Basis der frisch gewonnenen Erkenntnisse also dem Prix de l’Arc de Triomphe 2013 zu, für den RaceBets.com nun als erster Wettanbeiter weltweit den Langzeitmarkt eröffnete.
Der Favorit steht dort 120:10 und heißt natürlich Orfevre. Er war schon in diesem Jahr gut genug für den Triumph, der wie so oft im Rennsport auf dem grünen Rasen aber nicht zu Stande kam. Fluten japanischer Turf-Tränen sind in Longchamp vergossen worden, aber alle Fans werden in 12 Monaten wieder anreisen, denn eines steht fest: Wenn nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommt, wird Orfevre 2013 versuchen, Rennsport-Japan den ersehnten Titel zu verschaffen.
Und dann hoffentlich gegen Danedream, deren Gefolgschaft ein noch traurigeres Arc-Wochenende als die Japaner hinter sich gebracht hat. Einiges spricht dafür, dass Deutschlands Wunderstute 2013 in Training bleibt. Wer davon überzeugt ist, kann sich jetzt noch 150:10 sichern.
Pastorius und Novellist wären sicher auch Kandidaten, auf die man für jeweils 610:10 einen Versuch wagen kann. Sie führen Monsun im Pedigree, der auch in den Papieren von ausländischen Arc-Pferden immer mehr Präsenz zeigt.
Seine Nachkommen Masterstroke und Yellow and Green verkauften sich 2012 als Dritter bzw. Fünfte blendend, ein Volltreffer 2013 wird momentan bei RaceBets.com mit 210:10 bzw. 410:10 gehandelt.
Und dann wäre da noch der nächste klassische Jahrgang der jetzt Zweijährigen. Die Gebrüder Wertheimer mussten lange auf ihren dritten Arc-Sieg warten. Vielleicht gelingt mit der ebenfalls von Monsun abstammenden Silasol 2013 für aktuell 210:10 ja gleich der nächste.
Sie hat am Arc-Wochenende das Gruppe I-Rennen gewonnen, in dem auch Zarkava siegte, bevor sie 12 Monate später im Arc zuschlug. Für Stuten war das Rennen immer ein gutes Pflaster, vielleicht schafft Silasol ja den Hattrick.
War es vor einem Jahr Camelot, dem man eine große internationale Karriere zutraute, heißen Europas hoffnungsvollster Youngster in diesem Jahr Dawn Approach und Mars.
Ersterer hat zuletzt schon die Godolphin-Farben zu seinem ersten Gruppe I-Sieg getragen. Dass der letzte Arc ohne einen „Blauen“ stattfand, ist für Scheich Mohammed sicher ein unhaltbarer Zustand.
Und auch Coolmore hat bestimmt höherer Ansprüche, als sie die zweite Saisonhälfte und besonders der Arc erfüllt haben. Camelot war 2011 schon nach seinem Debuterfolg Favorit für das Epsom Derby, dasselbe gelang seinem Trainingsgefährten Mars mit seinem atemberaubenden Einstand.
Auch die drei zuletzt genannten sind momentan für 210:10 im Angebot und zielen langfristig mit Sicherheit auf das größte Pferderennen der Welt, das im nächsten Jahr am 6. Oktober stattfindet.
‚Er ist der Beste, den ich je traininert habe. Dabei bleibe ich auch nach dem Arc und nächstes Jahr wird er zeigen, warum ich dieser Meinung bin‘, ist Trainer Aidan O’Brien noch immer bullish über Camelot (Foto). Der Arc wird 2013 das große Ziel des Montjeu-Sohnes sein.
Die aktuelle Arc-Siegerin Solemia wird im Wettmarkt nicht aufgeführt, soll nach Aussage der Gebrüder Wertheimer im Jahr 2013 in die Zucht wechseln.











