Amona kann im Diana Trial den „Bock“ umstoßen

Wenn wir im Kalender ein Jahr zurückgehen, dann erinnern wir uns, dass Andreas Löwe am 18. Mai mit Lucky Lion mit dem Kölner Mehl­-Mülhens-­Rennen die Deutschen 2000 Guineas gewonnen hatte und damals bereits drei Gruppeerfolge zu verzeichnen hatte. Doch so richtig rund wie seinerzeit läuft es diese Saison am Quartier von Altmeister Löwe noch nicht.

Mit Amaron hat es im April zwar auch schon einen Gruppe­ III-Treffer gegeben, aber so grandios wie im Vorjahr sind die Ergebnisse bislang noch nicht gewesen. Nun hat man jedoch nicht nur am Löwe­-Quartier nicht jedes Jahr Spitzen­-Dreijährige im Stall stehen. Einen famosen dreijährigen Vollblut-­Star wie Lucky Lion gibt es ohnehin nur selten, aber auch Pferde wie der Gruppe I-­Sieger Sirius fallen nicht unbedingt vom Himmel.

Doch Andreas Löwe bleibt ruhig und gelassen. Gegenüber GaloppOnline hat er betont, dass seine Statistik 2015 gar nicht so übel ausschauen würde. 38 Prozent seiner Starter seien im Endkampf gewesen und hätten sich platziert. Und genau da, im Endkampf erwartet Altmeister Löwe seine Starterin im Hoppegartener Diana Trial, Amona. Wer weiß, vielleicht kann die Aussie Rules-Tochter für den „Stuten-Fachmann“ am Pfingstsonntag den Bock im Derbyjahrgang umstoßen.

„Ich dachte letztes Jahr, dass ich mit ihr die Winterkönigin gewinnen könnte und dann lief sie in Iffezheim so schwach. Doch inzwischen weiß ich, was ihr nicht gepasst hatte. Der viel zu weiche Boden und die Distanz waren gegen sie, sie braucht weitere Wege und normales Geläuf. Beim Jahresdebüt hat sie mich voll überzeugt und gezeigt, was in etwa in ihr steckt. Peter Schiergen und sein Umfeld haben etwas irritiert geschaut, als Amona der Ittlingerin Lovelyn auf den Zahn gefühlt hat. Aber ich wusste was sie kann und war überhaupt nicht überrascht“, ist Löwe inzwischen froh, dass er eine seiner großen diesjährigen Hoffnungen für die wichtigen Stutenrennen scheinbar doch richtig eingeschätzt hat.

Was Andreas Löwe zu seiner 1000 Guineas-­Chance Bourree, die Derby-­Hoffnung Flemish Lion, zu dem letzten Starts von Amaron, Lucky Lion und Sirius, zu seiner aktuellen Stallform und Struktur, zum Pech mit Moscatello und wann Lucky Lion wieder laufen wird, zu sagen hat, das gibt es in der kommenden Woche in der Sport­-Welt­ Ausgabe mit dem 1000 Guineas ­Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg zu lesen.

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