Es war eindeutig der Höhepunkt des Turf-Sonntags: Das Krefelder Dr. Busch-Memorial über 1700 Meter auf Gruppe III-Level im Stadtwald über 1700 Meter. Bereits im Vorfeld wurde deutlich, dass es sich in diesem Jahr um ein ganz besonderes Rennen handelte. Ein zehnköpfiges Feld von Klassedreijährigen mit einigen internationalen Spitzenjockeys.
Es war Andreas Wöhlers Kolonel, der unter Eduardo Pedroza den besten Start erwischte und sich an die Spitze setzte. Mit dabei war direkt Amaron mit Steuermann Davy Bonilla aus dem Quartier von Andreas Löwe. Auf Rang drei sah man zunächst den englischen Gast Lycidas unter Stephen Donohoe.
In kompakter Formation war das Feld unterwegs, außen zeigte sich Ende der Gegenseite zum ersten Mal der Lokalmatador Pastorius (T.Hellier) aus dem Quartier von Stadtwald-Trainer Mario Hofer. Auch Pakal (W.Figge/O.Peslier) schien auf dem Posten.
Im Schlussbogen fand dann der Shamardal-Sohn Amaron (Foto) den Weg an die Spitze und auch Pastorius sah kurz so aus, als käme er besser in Position. An Amarons Seite galoppierte immer noch Kolonel, der aber Mitte der Zielgeraden kürzer wurde. Dafür machten jetzt der von Uwe Ostmann trainierte Auenturm und der Schlenderhaner Energizer (J.Hirschberger(A.de Vries) mächtig Druck auf den Vertreter aus Weidenpesch, der sich an der Spitze nach allen Seiten wehren musste (Video ansehen).
Am Ende konnte Amaron (68:10) den Vorteil bis auf die Ziellinie verteidigen, auch wenn Energizer, der nach Aussage seines Trainers nun ‚alle Möglichkeiten hat‘, gegen Ende noch enorm schnell wurde. Auenturm sicherte sich das dritte Geld.
‚Ich bin natürlich hochzufrieden mit Amaron, in den wir immer vollstes Vertrauen hatten‘, so Andreas Löwe. ‚Er hat sich im Winter so entwickelt, dass wir sogar überlegen, ihn über längere Wege gehen zu lassen. Vielleicht geht es nun ins Mehl-Mülhens-Rennen oder in die ‚Poule‘ nach Frankreich. Wir werden auf jeden Fall versuchen wieder Davy Bonilla zu verpflichten.‘
Auch Jens Hirschberger war mit dem Gezeigten seines Schützlings zufrieden. ‚Mit ihm gehen wir jetzt nach Köln ins Mehl-Mülhens-Rennen.‘
Mario Hofer haderte dagegen ein wenig mit dem Ergebnis. ‚Pastorius hatte nicht den besten Rennverlauf‘, so der Stadtwald-Trainer, dessen Schützling auf Rang vier eine bessere Platzierung knapp verpasste.











