Alle wollen laufen – volle Felder in Dortmund-Wambel

Eigentlich müsste die Dortmunder Galopprennbahn am Samstag noch einmal richtig voll werden. Denn wer am Samstag nach Wambel pilgert, erlebt etwas, was man in diesem Winter möglicherweise nicht mehr allzuoft zu bieten bekommt. Einen Samstagsrenntag. Nach der Absage dreier Termine im Dezember ist der Renntag an diesem Wochenende die vorletzte Samstagsveranstaltung des Jahres.

Eine für den Rennsport natürlich wenig positive Entwicklung, die aber den Nebeneffekt hat, dass die Felder – wenn denn Rennen gelaufen werden – picke-packe-voll sind. So ist es am Samstag in den neun Rennen, denn in sämtlichen Prüfungen wird die maximale Starterzahl für diesen Winter (ob diese Begrenzung Sinn macht, sei dahingestellt) erreicht, so dass man sich beim Veranstalter bezüglich der Quantität der Felder keine Sorgen machen braucht, denn alle wollen laufen.

Das sportliche Angebot ist im üblichen Rahmen, selbst einen Ausgleich II hat man ja schon länger nicht mehr auf Sand gesehen. So stehen die mittleren Handicaps über 1200, bzw. 1700 Meter im Mittelpunkt der Karte. Dabei müsste nach dem Eindruck seines letzten Sieges auf gleicher Bahn und ähnlicher Distanz der von Andreas Löwe trainierte Dreijährige Ornis allererste Chancen besitzen, der sich zuletzt von der Spitze aus überlegen durchsetzte. Wie damals sitzt Carina Fey im Sattel des Banyumanik-Sohnes.

Die bei Andreas Löwe angestellte Reiterin hat, wenn nichts Außergewöhnliches passiert, bald ein Jubiläum zu feiern, denn ihr fehlen nur noch drei Erfolge bis zu ihrem 50. Sieg, nach dem sie sich dann Jockey nennen darf. Die Chancen, dass sie sich diesem Ziel nähert sind im Falle von Ornis wohl gut, denn der Hengst trifft in diesem Rennen nicht unbedingt auf Spezialisten.

Im Ausgleich III über den kurzen Weg kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen von Reverend und Red Boy, die vor 14 Tagen in einem Verkaufsrennen über die gleiche Distanz eins-zwei waren. Red Boy steht diesmal gegenüber seinem jüngsten Bezwinger besser. Dieser wurde nach dem Rennen von Lucien van der Meulen „geclaimt”, wechselte von Christian von der Recke in den Stall von Trond Hansen.

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