Alle sind wieder lucky: Dritter Coup des Super-Sprinters

Eigentlich wollte Besitzerin Gerda Kok-Cornet gar nicht mehr mit Lucky Strike (Foto) in Baden-Baden antreten. Zu sehr schmerzte die Niederlage aus der Goldenen Peitsche. Zum Glück hat sich die Holländerin anders entschieden, kamen die Iffezheimer Turffans am Donnerstag wieder in den Genuss, den Sprinter-König zu erleben.

Neun Jahre ist der Petong-Sohn inzwischen, doch ‚er ist wie alter Wein‘, meinte Rennkommentator Manfred Chapman. Nicht das Geringste hat Lucky Strike offenbar verlernt, denn nach glänzender Vorbereitung durch seinen Trainer Andreas Trybuhl und perfekter Umsetzung von Jockey Adrie de Vries holte er sich nach 2004 und 2005 zum dritten Mal das Benazet-Rennen, das erstmals unter dem Titel US-Landbanking-Cup gelaufen wurde.

50.000 Euro standen über der Gruppe III-Prüfung über 1200 Meter auf stark aufgeweichter Bahn. Der Löwenanteil, 30.000 Euro, gehen an das Team um Lucky Strike. Zunächst hielt sich sein Jockey aus allem heraus, wartete im Mittelfeld, während außen Shinko´s Best as Kommando übernommen hatte.

Dieser wehrte sich im Einlauf auch nach Kräften, doch dann rauschte 300 Meter vor der Linie Lucky Strike heran. Immer zwingender wurde der 31:10-Co-Favorit auf der bevorzugten Außenspur. Shinko´s Best gab sich allerdings nie geschlagen, und dann packte auch noch der Favorit, allerdings als Jahresdebutant angetretene Donatello riesig an. Mit einem Hals-Vorteil raufte sich Lucky Strike nach Hause, schaffte die tolle Triplette.

Donatello (Werner Baltromei: ‚Ein tolles Pferd, aber er kann einfach kein Gruppe-Rennen gewinnen‘) unterlag in allen Ehren, auch der nur eine weitere halbe Länge dahinter einkommende Shinko´s Best gefiel als Dritter sehr, wie auch der Lokalmatador Arc de Triomphe als Vierter noch viel Boden gutmachen konnte. Ein völlig formgemäßes Ergebnis mit einem verdienten Sieger. Lucky Strike hat wieder seinen Frieden mit Baden-Baden geschlossen.

‚Es ist phantastisch, Lucky Strikes Stern wieder aufgehen zu sehen, nachdem ihn schon viele abgeschrieben hatten. Das Pferd ist ein Profi, er macht alles alleine‘, freute sich Trainer Andreas Trybuhl. ‚Er ist in der Form von 2005. Wir werden es in der Goldenen Peitsche versuchen.‘ Zurückgezogen werden musste Saldario, blieb dem Rennen verletzungsbedingt fern.

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