Damit konnte man nun wirklich nicht rechnen! Alle drei deutschen Pferde, die am Donnerstag auf der Rennbahn Meydan beim Dubai Racing Carnival antraten, verdienten Geld, alle zeigten starke Leistungen. Der von Manfred Hofer (Foto) vorbereitete Dr. Fong-Sohn Titurel sah dabei in der Dubal Intern. Trophy (2800 m, 175.000 $) lange wie der Sieger aus.
In dem Grasbahn-Handicap war der Fünfjährige des Turfsyndikats als 85:10-Chance in die Startbox eingerückt. Nach einem Rennen aus dem Mittelfeld schien er unter Kieren Fallon in der Zielgeraden schon dem Sieg entgegenzustreben (Video ansehen).
Godolphins Mojave Moon (Ahmed Ajtebi) hatte er im Griff, als außen die erste Godolphin-Farbe Age of Reason (Frankie Dettori) heranflog. Und der 45:10-Favorit nagelte den sich tapfer wehrenden Ex-Schlenderhaner genau auf der Linie mit einem kurzen Kopf fest. Dennoch verdiente Titurel 30.000 Dollar.
‚Er ging unterwegs fast schon zu gut, ließ sich leider nicht verstecken, aber er ist hervorragend gelaufen‘, freute sich Manfred Hofer nach dem Rennen.
Einen tollen Dubai-Einstand gab auch der ebenfalls für Manfred Hofers Turfsyndikat startende Ex-Schlenderhaner Walzertraum in der Dubal International Potline-Trophy, einem 1900-Meter-Handicap auf dem Tapeta-Belag, das mit 120.000 Dollar dotiert war.
Unter Olivier Peslier lag der deutsche Vertreter in diesem Rennen unterwegs im Mittelfeld, um sich in der Zielgeraden noch auf den dritten Platz zu verbessern. Den Sieger Mr. Brock (70:10, M.de Kock/K.Shea) konnte er zwar nicht gefährden, lief aber noch dicht zum Zweiten, dem Favoriten Tartan Gigha, auf (Video ansehen).
Der hochgehandelte Ex-Röttgener Aspectus wurde beim ersten Start für neue Interessen nur Elfter und Letzter. Walzertraum hingegen, der als 120:10- Außenseiter antrat, verdiente 12.000 Dollar. ‚Das war eine Super-Leistung, zumal er erst bei 80 oder 85 Prozent war‘, freute sich der Neutrainer.
Einen ausgezeichneten vierten Platz belegte der von Torsten Mundry für das Gestüt Brümmerhof trainierte Abbashiva in der Dubai International Casthouse Trophy, einem 110.000 Dollar-Handicap über 1600 Meter auf dem Tapeta-Untergrund.
Unter Christophe Soumillon hatte der Tiger Hill-Sohn, der als 170:10-Außenseiter angetreten war, unterwegs an dritter Stelle liegend eine gute Ausgangsposition, und mischte in der Zielgeraden bis zuletzt im Kampf um die Plätze mit. Eine Chance gegen den Sieger Al Arab hatte er jedoch nicht (Video ansehen).
Unter Waldimiro Blandi hatte der Brasilianer (120:10) aus dem Stall von Trainer Antonio Cintra Pereira leichtes Spiel, um Swift Gift und den favorisierten Godolphin-Hengst Sovereign Remedy auf die Plätze zwei und drei zu verweisen. Dichtauf war als Vierter dann auch Abbashiva, der damit 5.500 Dollar verdiente.
‚Das war ein Super-Einstand für Torsten Mundry in Dubai. Abbashiva hatte eine Pause von sieben Monaten. Das war eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt‘, so Besitzer Gregor Baum nach dem Rennen.












