Alle Augen auf Aspectus: Der Winterfavorit wird gefordert

Ein langer Winter liegt hinter Aspectus (Foto). Die kalten Temperaturen verhinderten auch einen kurz ins Auge gefassten Auftritt in Dubai, so geht der Fuchs, der aktuell in den Wettmärkten für das BMW Deutsche Derby überall auf einer prominenten Position geführt wird, nun die traditionelle Route.

Am Sonntag startet Aspectus im Dr. Busch-Memorial, das mit neuem Sponsor als Preis der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbh ausgetragen wird, in seine mit Spannung erwartete Dreijährigen-Kampagne, da kann er zeigen, dass er gegenüber 2005 nichts verlernt hat.

Natürlich sitzt im ersten Gruppe-Rennen des Jahres 2006 für den Derby-Jahrgang, das mit 50.000 Euro dotiert ist und über 1700 Meter führt, wieder Adrie de Vries im Sattel. Stehvermögen muss er wie seine Konkurrenten hier noch nicht beweisen, auch noch nicht im Mehl-Mülhens-Rennen, das das Gros der Teilnehmer anschließend ansteuern wird.

Peter Schiergen ist mit dem Ebbesloher Silex (William Mongil) vertreten, der nach seinem Hoppegartener Auftaktsieg auch als Dritter in einem Listenrennen in Nantes überzeugte, nun einen weiteren Sprung bewältigen muss.

Kandidat für einen vorderen Platz ist sicherlich Oriental Tiger (mit dem neuen Stalljockey Andreas Boschert) aus dem Quartier von Uwe Ostmann, der durchaus den Spieß gegenüber dem Preis des Winterfavoriten gegenüber Aspectus umdrehen kann.

Auch der andere „Mülheimer“ wirkt brandgefährlich: Naxon (Eduardo Pedroza), der bei seinem Sieg im BBAG-Auktionsrennen in Iffezheim viel Geld (80.000 Euro) verdiente und mit 93.300 Gewinnsumme auf deutschen Bahnen 2005 der erfolgreichste Zweijährige war.

Wie so oft in diesen Wochen greift Mario Hofer mit mehreren, diesmal mit drei Pferden, an. Auch wenn Mannico, der gerade das Orakel in ganz großer Manier an sich brachte, und Ratibor-Sieger World´s Mission gegen Aspectus in Köln keine Chance besaßen, gehören sie wie Lord of England, der bislang nur in Italien startete und mehrfach eine starke Figur abgab, in die engste Wahl.

Vor allem gilt das für Mannico, der das Vertrauen von Stalljockey Andrasch Starke gefunden hat, während für Lord of England Andreas Suborics und für World´s Mission Andreas Helfenbein, sein Siegreiter aus Krefeld, engagiert wurden.

Als Siegloser hat es dagegen Pompeus (Filip Minarik) sicher nicht ganz einfach, auch wenn er als Dritter im Orakel der Dreijährigen aufhorchen ließ.

Nicht an seiner enttäuschenden Vorstellung im Neusser Orsini-Rennen auf Sand sollte man Mharadono (nun mit Torsten Mundry im Sattel) messen, der im Düsseldorfer Junioren-Preis sogar Oriental Tiger hinter sich lassen konnte, der damals allerdings vom Rennverlauf stark beeinträchtigt war.

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