Alianthus: Deutschlands bester Meiler gibt sich die Ehre

Er ist der Siegertyp schlechthin. Saisonübergrei-fend mit einem zweiten Platz im Prix Perth in Saint-Cloud ist Georg Baron von Ullmanns Alianthus seit sechs Starts in Deutschland unbesiegt. Der Hernando-Sohn ist somit aktuell Deutschlands bester Meiler und möchte auch am Donnerstag im Oettingen-Rennen weiter unbesiegt bleiben.

Sieben Konkurrenten machen in der mit 70.000 Euro dotierten Gruppe-II-Prüfung Jagd auf den Seriensieger aus dem Bergheimer Quartier von Jens Hirschberger.

Jüngst in Düsseldorf untermauerte Alianthus einmal mehr seinen Ruf, der beste Meiler des Landes zu sein. Als er ausgangs der Kastanienalle Längen vor das Feld schrammte, wurden der großen Favoritenschar kurz etwas Bange, ob dies wohl gut gehen würde.

Es lief alles glatt, Alianthus gewann mit knapp einer Länge gegen den Godolphin-Vertreter Emerald Commander, der vor einem Jahr in Iffezheim in überlegener Manier das Darley Oettingen-Rennen für den Sponsor der Prüfung gewonnen hatte. Nur eine Woche nach dem Düsseldorfer Start war Emerald Commander wieder am Start, gewann in seiner englischen Heimat auf Listenebene.

Adrie de Vries gab in Düsseldorf zu verstehen, dass er Alianthus unterwegs nicht bewusst so vor das Feld ziehen lassen wollte. „Er war zu diesem Zeitpunkt kaum noch zu bremsen“, meinte Schlenderhans Stalljockey und fügte hinzu: „Auch heute in Düsseldorf haben wir gesehen, dass Alianthus in der Form seines Lebens ist. Die Voraussetzungen sind am kommenden Donnerstag wohl gut, denn bekanntlich bevorzugt der gezogene Karlshofer weichen oder zumindest elastischen Boden unter seinen Hufen.

Wer könnte dem Seriensieger ein Bein stellen? Schlenderhans General Manager Gebhard Apel sieht in dem Ittlinger Neatico den größten Gegner. Was man nachvollziehen kann, denn der Medicean-Sohn siegte zuletzt in Düsseldorf in einem Listenrennen in guter Manier. Dritter wurde Walero, unplatziert lief der am Toto stark beachtete Sir Oscar, der deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben sein dürfte.

Beide möchten nun im Darley Oettingen-Rennen den Spieß gegen Neatico drehen. Ein alter Bekannter von Alianthus ist der Wittekindshofer Le Big, der vor allen in Hamburg als Zweiter zu Alianthus eine Form zeigte, die höchst ansprechend war.In Düsseldorf war er dann aber wieder weiter von Alianthus weg, passierte als Vierter die Linie.

Der aus Tschechien anreisende Shamalgan kehrt nach Iffezheim zurück, nachdeme er vor zwei Jahren als Sechster im Zukunfts-Rennen über die Linie gekommen war. Er versuchte sich anschließend vor allem in einigen Spitzenrennen Frankreichs, wie zum Beispiel im Prix du Jockey Club des Vorjahres, in dem er aber keine Rolle spielte. Dafür war er Dritter in der Poule d’essai des Poulains vor Buzzword und Zazou.

Nicht uninteressant ist auch der von Fabrice Chappet trainierte Blue Panis, der sogar schon in Amerika in Grupperennen platziert war.

Mit Point Blank nimmt ein Dreijähriger den Kampf gegen die älteren Meiler auf. Der von Mario Hofer trainierte Royal Dragon-Sohn gewann als Außenseiter das Internationale Super-Handicap von Hoppegarten. Er blieb dabei deutlich vor Neatico, steht nun aber 13 Pfund ungünstiger, was sicherlich für Neatico spricht.

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