In Bad Doberan ist der für 20. August geplante Renntag überraschend schon wieder abgesagt worden. Grund dafür: Die Stadt fordert rund 150.000 Euro Kaution vom neugegründeten Rennverein.
Michael Vesper, Präsident von Deutscher Galopp, sagte am Montag zur Absage: „Wir waren sehr froh über die Initiative von Volker Schleusner. Von einer Bürgschaft, die zu leisten sein soll, war nie die Rede in den Gesprächen, die auch wir als Verband geführt haben.“
Man habe einige Gespräche in der Causa Bad Doberan geführt, „auch schon zu Zeiten von Jan Pommer“, wie Vesper rekapituliert.
Die neuerliche Absage sei jetzt das zweite kurzfristige Aus für die Rennen. Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, am Montag: „Herr Baltus ist mit seiner Initiative kurz vor Toreschluss bekanntlich zuvor ausgebremst worden, wir waren jetzt froh, dass Herr Schleusner übernommen hat.“
Nun das neuerliche Aus. Der Verband selbst könne eine Kaution nicht tragen. Michael Vesper: „Es ist auch schon ohne Kaution ein Kraftakt, den man nur stemmen kann, wenn die Stadt mitspielt und fördert und unterstützt. Sonst verhebt man sich.“ Er wolle kein Schwarzer-Peter-Spiel betreiben, aber die Entwicklung sei schade, gleichzeitig sei die Sachlage aber auch nicht zu ändern.
„Wir hatten sogar mit der Landesregierung gesprochen und einen mittleren einstelligen Millionenbetrag als Unterstützung in Aussicht. Diese Unterstützung wurde aber nur sehr zögerlich aufgenommen, wegen anderer Interessen und Projekte der Stadt“, so Michael Vesper rückblickend.












