Abdullahs Midday vor der Super BC-Titelverteidigung

Es ist zwölf Monate her, da gewann die dreijährige Abdullah-Lady Midday den Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf in Santa Anita und hatte erst zu einem ganz späten Zeitpunkt als Dreijjährige ihren Zenit erreicht. Wenngleich ihr Coach Henry Cecil 2009 nicht müde wurde zu betonen, dass eben jenes Grade I-Rennen über 2000 Meter in den Vereinigten Staaten das primäre Ziel der Oasis Dream-Tochter gewesen sei.

Dieses Jahr ist alles anders. Midday konnte nach ihrem Saisondebüt, das sie als Zweite zu ihrer Dauer-Rivalin Sariska beendete, gleich drei Mal siegen und beeindruckte dabei sehr. Ob nun in Goodwood, York oder zuletzt Paris-Longchamp, derzeit scheint es schwer zu sein, eine Stute zu finden, die Midday das Wasser reichen kann.

Das könnte auch am Freitag in Churchill Downs in Kentucky so sein (Zum Langzeitmarkt). Denn die Vorjahressiegerin wird mit ziemlicher Sicherheit als große Favoritin im Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf antreten, ihr ständiger Jockey Tom Queally (Foto) äußerte sich wie das gesamte Cecil-Team immer nur positiv über die Stute. Sie hat vierjährig auf jeden Fall noch einmal einen Sprung gemacht, so viel steht fest.

„Sie ist das Jahr die ganze Zeit über sehr beständig gelaufen und man bekommt von ihr immer das was man sieht“, sagte Khalid Abdullahs Racing Manager Teddy Grimthorpe. „Midday ist sehr vielseitig einsetzbar, von 1600 Metern bis 2400 Meter. Also müsste man annehmen, dass die geforderten 2000 Meter am Freitag ihr bestens zusagen“, so Grimthorpe weíter.

Die große Ouija Board schaffte zwei Siege im Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf, Freitag könnte Midday mit der seinerzeit von Ed Dunlop trainierten Klassestute gleichziehen. Sechs Mal wurde der Breeders‘ Cup bereits in Churchill Downs ausgetragen, einmal siegte Ouija Board, einmal floppte Petrushka. Gemischte Gefühle also für die Europäer, die wieder einmal eine große Favoritin in diesem Rennen stellen.

Red Desire, Plumania und Harmonious sind die größten Rivalinnen für Midday, wobei vor allem Plumania, die für Andre Fabre und die Gebrüder Wertheimer an den Start kommen wird, in ihrer Form aus dem Prix Vermeille, als sie Zweite zu Midday wurde, gefällt. Sie hat bei 15 Starts allerdings erst drei Mal gewonnen.

Wenn Red Desire mit der Grasbahn klarkommt, könnte auch sie Midday mächtig auf den Zahn fühlen. In einem Trial auf der Grasbahn erreichte die speedige Manhattan Cafe-Tochter allerdings nur Rang drei. Die Dubai-Vorstellungen waren teilweise aber sehr gut.

Ebenfalls unter den Midday-Gegnerinnen befindet sich mit Hibaayeb die Favoritin aus dem Preis der Diana 2010 in Düsseldorf. Sie wechselte vor einiger Zeit in die USA und fühlt sich dort offenbar pudelwohl, denn im Rekord der Stute steht zuletzt ein Grade I-Sieg, der vom 3. Oktober aus Hollywood Park datiert. Frankie Dettori reitet die Godolphin-Lady und schon daher sollte man sie nicht unterschätzen.

Mit Eclaire de Lune ist ebenfalls ein deutsch gezogenes Pferd unter Order. Die von Jose Alvarado gerittene Stute hat mit den Beverly D. Stakes (Gr. I) in Arlington dieses Jahr schon eines der renommiertesten Stutenrennen der USA gewonnen.

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