Erst vor wenigen Wochen durfte der Schweizer Stall der Familie Schuoler in Baden-Baden jubeln. Damals hatte – völlig überraschend – Abbadjinn die Badener Meile für sich entschieden. Der drei Jahre alte Bruder Abbashiva wollte ihm offenbar nicht nachstehen und bewies am Sonntag in Hannover seine große Klasse. Im Großen PLURAL-Preis, einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 1300 Meter, wurde der Schützling von Peter Rau mit Torsten Mundry (Foto) im Sattel sehr hoch gehandelt.
24:10 war die Eventualquote auf den Tiger Hill-Sohn, der im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen Fünfter geworden war. Und der Vertreter des Derby-Jahrgangs wurde dieser Einschätzung vollauf gerecht.
Von vierter, fünfter Position aus marschierte Abbashiva schon Mitte der Geraden souverän vor das Feld und kam fast überlegen nach Hause. Zweiter wurde der Außenseiter Florado (Rene Piechulek) vor dem auf der Neuen Bult immer stark laufenden Shinko`s Best (Alessandro Schikora).
18:10 – das war schon eine verpflichtende Quote für den von Waldemar Hickst trainierten Simon Magus im 10.000 Euro-Ausgleich II über 2100 Meter. Doch diese Einscätzung war völlig gerechtfertigt, denn nach einem exzellenten Ritt von Filip, der hart innen angriff und einen Vorteil knapp, aber sehr sicher verteidigte, gewann der Hengst sein drittes Rennen beim erst sechsten Start vor Alter König und Sagitario.
Gerade einmal 3500 Euro hatte Trainer Sascha Smrczek bei der BBAG-Jährlingsauktion für die Areion-Tochter Beltana auf den Tisch legen müssen. 3000 Euro galoppierte die Lady bereits am Sonntag bei ihrem Rennbahndebüt in Hannover wieder ein.
Mit einer gewaltigen Speedleistung entriss die 80:10-Außenseiterin im zweiten Zweijährigen-Rennen der Saison über 1200 Meter noch der schon in Sicherheit geglaubten Favoritin Wango Girl den Sieg.
Henk Grewe entlockte der Stute enorme Reserven. Dritte wurde mit Giordana eine weitere Stute, während der Co-Favorit Shot to nothing früh nicht weiterkam und Le Berlin zu Beginn der Geraden reiterlos wurde.
In einem dramatischen Finish zwischen der Favoritin Ruby Light, die immer wieder anzog, und Miss Bounty in einem weiteren Maidenrennen konnte die von Hans-Jürgen Gröschel trainierte Stute unter Viktor Schulepov die Sieglosen-Klasse verlassen, wobei die Quote von 48:10 erstaunlich hoch war.
Filip Minarik ließ sich auf dem Ammerländer Montjeu-Sohn Arctic Ocean (24:10) aus dem Schiergen-Stall nicht davon beeindrucken, dass die zäh angreifende Ittlingerin ihn immer wieder irritierte und schnappte sich ein Maidenrennen über 2000 Meter.










