Es ist in jedem Jahr das gleiche Ritual. Nach Beendigung des Derby-Meetings in Hamburg-Horn fiebert die deutsche Turf-Szene bereits der nächsten Rennwoche entgegen. Und die steigt wie immer Ende Juli im Harz, genauer gesagt auf der Naturrennbahn am „Weißen Stein“, am Fuße des Brocken, wo fünf Veranstaltungen anstehen.
Von diesem Samstag an bis zum Sonntag der kommenden Woche dauert die Rennwoche an, und auf wohl kaum einer anderen deutschen Rennbahn gelingt die Symbiose zwischen Urlaub und Galopprennen besser, als hier.
Gut besucht sind die Rennveranstaltungen – passendes Wetter vorausgesetzt – eigentlich immer, zudem hat man sich in den vergangenen Jahren aber auch Einiges an Besonderheiten für die Wetter ausgedacht und besonders die Wettchancen des Tages mit überdurchschnittlich hohen Garantieauszahlungen haben ihren Anreiz nicht verfehlt und damit auch dem Rennverein gute Umsätze beschert.
Das sollte auch in diesem Jahr nicht anders sein, zumal man dreimal Alleinveranstalter von Galopprennen in Deutschland ist. Am Eröffnungstag, bei dem eine Neun-Rennen-Karte angeboten wird, geht es gleich mit einem Paukenschlag los, denn im vierten Rennen, der Wettchance des Tages, lockt eine Garantie-Auszahlung in Höhe von 22.222 Euro. Doch nicht nur das, auch Besitzer und Trainer kommen hier zu ihrem Recht, denn das als Ausgleich IV ausgeschriebene Superhandicap ist mit 20.000 Euro nahezu sensationell dotiert.
Das hat natürlich auch die Ställe angelockt und mit 15 Pferden ist in der 1850-Meter-Prüfung ein kopfstarkes Feld zusammengekommen. Neben der Wettchance des Tages gibt es außerdem noch ein weiteres Rennen mit Viererwette, hier beträgt die garantierte Auszahlung 11.111 Euro.
Dass auf der Bahn am „Weißen Stein“ auch zahlreiche Topjockeys wie Filip Minarik, Lennhart Hammer-Hansen, Andre Best, Daniele Porcu u. a. in den Sattel steigen, versteht sich fast von selbst. Für jeden Turf-Freund, dem es möglich ist, sollte es daher heißen: „Ab in den Harz!“.












