6 Stuten gegen 4 Hengste ? der Kampf der Geschlechter

Die Maurice-Lacroix-Trophy am Freitag in Iffezheim wird zu einem großen Kampf der Geschlechter. Sechs Stuten gegen vier Hengste – so lautet die Ausgangssituation der Maurice Lacroix-Trophy. In einem der wichtigsten Zweijährigen-Rennen der Saison ist also jede Menge Spannung garantiert. Im Folgenden beleuchten wir für Sie die Chancen.

Die Serie spricht gegen sie, aber ganz gewaltig. Stuten haben es nicht einfach in der jüngeren Vergangenheit der Maurice Lacroix-Trophy. Zumindest bisher. In den vergangenen elf Jahren konnte ganze zweimal eine Lady den Hengsten das Nachsehen geben. Wahrscheinlich verbessert sich die Bilanz das am Freitag, denn mit sechs Kandidatinnen haben sie ganz eindeutig das Übergewicht im starken Feld.

Aber nicht nur zahlenmäßig spricht entgegen der Statistik vieles für einen Triumph des vermeintlich schwachen Geschlechts. Denn einige der sechs Stuten bringen Super-Referenzen mit. So schickt Peter Schiergen die Ebbesloherin Goose Bay an den Start, die in ihrer bisherigen Karriere überhaupt noch nichts falsch gemacht hat.

Zunächst ein leichter Maidenerfolg in Frankfurt, dann ein sehr überzeugender Treffer im Oppenheim-Rennen bereits auf Listen-Ebene – das konnte sich ohne Frage sehen lassen. Dabei blieb die Groom Dancer-Tochter, die diesmal William Mongil im Sattel haben wird, auch schon knapp vor der Etzeanerin Every Day, die nun ein Kilo günstiger in der Partie steht und die Wahl von Andreas Suborics ist. Die damalige Fünftplatzierte Manipura wertete diese Leistung mit ihrem Erfolg im Preis der Schmuckwelten Pforzheim am Samstag noch deutlich auf.

13.500 Euro legte das Team um Peace Royale (einer von zwei Sholokhov-Nachkommen) hin, um die junge Stute für diese Prüfung nachzunennen. Nach ihrem imponierenden Maidenerfolg in Bremen sicher eine Maßnahme, die man nachvollziehen kann. Zumal ihr Trainer Andreas Wöhler beste Vergleichsmöglichkeiten bei den Zweijährigen besitzt, wovon man sich zuletzt häufig überzeugen konnte.

Die vor Ort trainierte Sister Act hat sich in einem stark besetzten Listenrennen in Paris alles andere als blamiert. „Sie hatte ein schlechtes Rennen, war unter Wert geschlagen“, signalisierte ihr Trainer Mirek Rulec. Bleiben noch Themelie Island, die bei ihrem einzigen Auftritt sofort überzeugte, und Bella Amica, die als längste Außenseiterin antreten dürfte.

Eines haben die vier Hengste gemeinsam – alle sind bereits Sieger. Die größte Kasse machte Something Stupid, der sich in zwei Auktionsrennen toll schlug, hier nun Höchstgewicht schleppen muss. Besitzer Thomas Falk ist Zahltage aus der Unternehmer-Branche gewohnt. Was der Sieg von Acotango in Dresden wert war, lässt sich schwer sagen, aber sieben Längen Vorsprung sind schon ein Wort.

Der Röttgener Diacaro spazierte zuletzt in Köln mit demselben Vorsprung der Konkurrenz davon. Zuvor hatte er sich in einem mehrfach aufgewerteten Rennen schon angekündigt. Derbysiegreiter Fredrik Johansson bekommt den Ritt auf dem Blume-Schützling. Aber auch der Ittlinger Pomellato, erfolgreich in Frankfurt, gilt als aufstrebendes Pferd.

Neun Rennen gibt es am Freitag in Iffezheim, darunter auch eine Wettchance des Tages mit einer Garantie-Auszahlung von 30.000 Euro (fünftes Rennen).

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