Der erste Tag der Arqana Jährlingsauktion 2009 am Freitag in Deauville wurde einmal mehr zum großen Betätigungsfeld von Sheikh Mohammeds Top-Agent John Ferguson, der schon wenige Tage zuvor in den USA für Schlagzeilen gesorgt hatte. Offenbar ist die Kauflust des Dubai-Staatsoberhaupts ungebrochen. Davon konnte man sich gleich zum Auftakt im französischen Nobelbadeort überzeugen.
Der Höchstpreis von 900.000 Euro, ein von Storm Cat stammender Halbbruder des Dubai World Cup-Sieger Electrocutionist des Haras d´Etreham, wanderte auf das Konto des Teams Ferguson/Sheikh Mohammed.
Aber damit noch längst nicht genug. Denn Ferguson erhielt auch den Zuschlag für einen Monsun-Sohn aus der Saumareine, die das Haras de la Pereille von Betty Barclay-Boss Jürgen Winter (Foto) offeriert hatte. 570.000 Euro musste er für den rechten Bruder des Derby Italiano-Siegers Gentlewave hinlegen.
Dagegen fand die Stute Sola Gratia (Monsun-Sacarina), eine rechte Schwester der beiden Derbysieger Samum und Schiaparelli sowie der klassischen Siegerin Salve Regina keinen Käufer und ging bei 520.000 Euro zurück. Sie geht nun für Karlshof zu Jean-Claude Rouget in Training. Die Schwester Sortita war vor drei Jahren hier zum Sales-Topper avanciert.
Auch im weiteren Verlauf erzielten Nachkommen des Schlenderhaner Deckhengst-Stars Monsun stolze Preise, wobei hier noch der vom Newsells Park Stud angebotene Hengst aus der Flawly erwähnt sei, der für 450.000 Euro Trainer Carlos Laffon-Paris zugeschlagen wurde. Allerdings wurde ein Monsun-Sohn der 1000 Guineas-Heldin Tryphosa bei 150.000 Euro nicht verkauft.
Dr. Christoph Berglars Galileo-Tochter der Diana-Gewinnerin Almerita wurde im Ring nicht zugeschlagen, von dem Besitzer zurückgekauft und anschließend von der Familie Dubois (Eigner von etwa 200 Trabern in Frankreich, aber auch Züchter und Besitzer von Galopprennpferden, u.a. Züchter von Stacelita) für 350.000 Euro gekauft. Die Stute geht zu Jean-Claude Rouget ins Training.
Interessant aus deutscher Sicht war sicher auch, dass eine Peintre Celebre-Tochter der im Gestüt Rheinberg gezogenen Marie Rheinberg Oceanic Bloodstock 500.000 Euro wert war, und ein von Dansili stammender Halbbruder der mehrfachen Gruppesiegerin Macleya aus der Familie von Monsun und Majorität 320.000 Euro erzielte (Käufer: Skas).
Als Käufer zeichnete zweimal die BBA Germany, für einen Oasis Dream-Sohn, der Halbbruder der Gruppe I-Siegerin Alexander Tango ist (100.000 Euro), bzw. für einen Elusive Quality-Nachkommen aus der Ing Ing (140.000 Euro).
Der Veranstalter war mit dem Freitag hochzufrieden, denn 79 Lots wurden für 19.870.000 Euro verkauft, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 2008. Der Schnitt kletterte um elf Prozent auf 241.709 Euro.










