5 aus 13 ? Deutsche Stallions sind lediglich Au?enseiter!

Die deutschen Stallions sind am Sonntag in den 1000 Guineas klar in der Außenseiter-Rolle. Die zwei Favoritinnen für den klassischen Coup stammen allesamt von Deckhengsten ab, die im Ausland stehen. Love Academy ist eine Medicean-Tochter, Love of Dubai stammt von More Than Ready.

Lediglich fünf der dreizehn potentiellen Starterinnen haben einen Vater, der in Deutschland deckt. Big Shuffle stellt dabei drei Starterinnen, könnte mit Global Rose, Picobella und Sutra auch die interessanteren Chancen als der Etzeaner Sholokhov (Decktaxe 6.000 Euro, Every Day) und Gestüt Granums Kornado (Giocita) haben.

Während Kornado (2001 mit Shapira) bereits eine Siegerin des Klassikers stellte, gelang das Big Shuffle (Decktaxe 10.000 Euro) bisher noch nicht. Mit Quadrupa (2005 Zweite) und Glady Beauty (1998 Dritte) landeten aber immerhin schon zwei Ladies des Auenqueller Beschälers in der Platzierung. Dank Precious Boy konnte Big Shuffle vor wenigen Wochen im Pedant der Hengste bekanntlich seinen ersten klassischen Sieger überhaupt feiern.

Zumindest in Deutschland. Einen Tag vor Precious Boy siegte die Big Shuffle-Tochter Picobella in den 1000 Guineas in Prag. Die letzten vier Austragungen der 1000 Guineas hierzulande gingen stets an „deutsche“ Stallions. Silvano, Lavirco, Monsun und Kornado stellten die letzten Sieger des Rennens.

Der letzte im Ausland tätige Hengst, dem der Sieg in Düsseldorf gelang, war 2003 Cadeaux Genereux, dessen Tochter Diacada für das Gestüt Röttgen triumphierte. Während das Rennen in den Fünfzigern eine Domäne von Ticino-Töchtern war, stellten seitdem nur Neckar und in jüngerer Vergangenheit Seattle Dancer (Rose of Zollern und Que Belle) zweimal die Guineas-Siegerin.

Teuerster Vater aller Guineas-Starterinnen ist im Übrigen der Coolmore-Deckhengst Montjeu. 125.000 Euro kostet der Vater von Themelie Island. Dicht gefolgt von Pivotal, der mit Halfway To Heaven bereits in der letzten Woche in Irland die 1000 Guineas-Siegerin stellte. Pivotal, dessen Tochter Briseida aber als klare Außenseiterin antritt, wird in England für eine Taxe von 85.000 Pfund (umgerechnet 107.000 Euro) angeboten.

Es folgt Manipuras Vater Dansili, der 75.000 Pfund kostet. Die „Schnäppchen-Stallions“ im Feld sind Trans Island (3.000 Euro, Vater von Sina), Kornado (3.000 Euro, Giocita) und Catcher in the Rye (4.000 Euro, Rosenreihe). Ein Sprung zu Love Academy Vater Medicean kostete in der Saison 2008 30.000 Pfund.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Mi., 01.07.Hamburg
Do., 02.07.Hamburg
Sa., 04.07.Hamburg
So., 05.07.Hamburg
Fr., 10.07.Saarbrücken
Sa., 11.07.Köln
Galopprennen in Frankreich
Mo., 29.06.Dax, Clairefontaine
Di., 30.06.Aix les Bains, Cholet
Mi., 01.07.Nantes, La Teste
Do., 02.07.Longchamp, Senonnes
Fr., 03.07.Clairefontaine, Tarbs
Sa., 04.07.Deauville