Von 3 bis 16 Uhr – Ex-Deutsches Quartett am Start

In Zeiten, in denen weder in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien Galopprennen stattfinden, blickt der Turf-Fan gerne weit über den Tellerrand hinaus.

Besonders am Samstag gibt es dann auch für den deutschen Turf-Fan viel zu schauen, denn quer über den Globus verteilt sind einige ehemals in Deutschland trainierte Pferde am Start. Wer alle Ex-Deutschen sehen will, der sollte wahlweise entweder am Freitagabend spät ins Bett gehen oder aber am Samstagmorgen ganz früh aufstehen. Denn es geht bereits um 03.10 Uhr los und das gleich mit einem Doppelpack . Im australischen Rosehill wird der Manion Cup auf Gruppe III-Ebene ausgetragen (zum Rennen). In der 2400-Meter-Prüfung sind mit Red Cardinal und Sweet Thomas gleich zwei Kandidaten dabei, die sich hierzulande zu Gruppesiegern aufschwangen bevor sie nach Australien verkauft wurden. 

Red Cardinal wird von Kris Lees vorbereitet, im Sattel des Australian Bloodstock-Vertreters sitzt Jason Collett. Der Lord of England-Sohn, der unter der ehemaligen Regie von Andreas Wöhler das Oleander-Rennen (Gr.II) gewann und sich danach sogar die Belmont Gold Cup Invitational Stakes (Gr.III) sichern konnte, scheint in den Wettmärkten etwas mehr Anhang zu finden als sein Ex-Deutscher Mistreiter. Sweet Thomas, immerhin Sieger des St.Legers (Gr.III) im Jahr 2018, kommt hier für Trainer Matthew Smith als langer Außenseiter an den Start. Der ehemals von Andreas Suborics vorbereitete Dylan Thomas-Sohn wartet in Australien noch auf einen Sieg.

Weiter geht es dann um 06.10 Uhr im etwa 940 Kilometer entfernten Mornington mit Beau Balmain. Der in Deutschland von Roland Dzubasz trainierte It’s Gino-Sohn wird sich im Mornington Cup auf Listenebene mit seinen Gegnern messen. In Deutschland war als Dreijähriger auf diesem Level bereits erfolgreich, auch er wartet in Australien noch auf den ersten Sieg. Morgen früh wäre allerdings der beste Zeitpunkt dafür, denn bei seinem Sieg ist er automatisch für den zur Gruppe I zählenden Sydney Cup qualifiziert.

Zum Schluss geht es dann 17.398 Kilometer Luftlinie Richtung Nordwest ins irische Thurles. Dort kommt mit Star Max, zwar kein ehemaliger deutscher Listen – oder Gruppesieger an den Start, dennoch ist der Maxios-Sohn aus der Zucht des Gestüt Hof Ittlingen, inzwischen ein sehr solides Hindernispferd in Irland. In den Farben des Gigginstown House Stud startet er um 16.10 Uhr deutscher Zeit in einem Jagdrennen der Gruppe III (zum Rennen). Er wird dort von Joseph O’Brien trainiert, im Sattel des Außenseiters wird J.Selvin sitzen. 

 

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